Zum Wohlfühlen

Solestar-Sohlen von

Juli 2014
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Lange her

So in der Art kann man das wohl nennen denn dort habe ich so noch nie gestanden.

Neben dem Team PROWELL-Germany, für das ich fahre, bin ich in dem Verein RSV Adler-Goslar.

???????????????????????????????Dieser veranstaltet jedes Jahr die 5 Oberharzer Adlerrunde als RTF/Radmarathon. 2-mal selbst schon mitgefahren hieß es am letzten Wochenende, als Helfer vor Ort zu sein. Das Wochenende war für mich rennfrei, Lisa und Celina hatten auch was vor und helfende Hände werden ja immer gebraucht. :-)

Eine Einteilung aller Helfer, wie, was, wo und warum, :-) gab es schon vorab per Email, in der alles genaustens durchgeplant war. Jetzt hinterher kann ich sagen, bei solch einer großen Veranstaltung ist das bitter nötig, sonst ist das alles gar nicht zu bewerkstelligen. Kein wunder, dass es zwecks dieser Planung eigentlich 12 Monate bedarf. Nach der RTF geht dementsprechend schon fast wieder die Planung für das nächste Jahr los. Das alles passiert unter den Augen von Thorsten Ostrowski und Matthias Rami, bei denen ich gar nicht wissen möchte, wie viel Zeit dafür im Jahr so drauf geht.

Bei den ganzen Rennen halte ich an den Verpflegungen ja nie an, da wir immer unsere eigenen Support-Damen dabei haben. Ein Auge wirft man trotzdem immer auf die Tische oder hat ein nettes Wort übrig, wenn einem etwas gereicht wird. Was aber genau dieses Anreichen oder auch füllen der Tische heißt habe ich jetzt selber miterleben dürfen.

Bei herrlichen Temperaturen früh morgens um 5 Uhr aufgestanden war ich um 5.30 Uhr schon in der Baßgeige, um als Parkplatzeinweiser zu helfen und es sollte ein sehr warmer Tag werden. Obwohl auch viele Velo-Fahrer in der Turnhalle, im Zelt oder im Wohnmobil übernachtet haben, war am Morgen ein ganz schön großes Verkehrsaufkommen in der Baßgeige. Zum ersten Start, der um 7 Uhr stattfand, wurden schon die Zahlen der insgesamt angemeldeten Fahrer und Fahrerinnen auf über 700 geschätzt.

IMG-20140723-WA0000Wie in jedem Jahr wurden wieder 5 verschiedene Streckenlängen angeboten, die 110 und 225km Distanz sogar als geführte Tour.
- 75km – ca. 1200hm # – 110km – ca. 1800hm # – 150km – ca. 2500hm # – 225km – ca. 3900hm (Marathon) # – 260km – ca. 4500hm (Club-4000-Marathon)

Im Stundenrhythmus gingen also ab 7 Uhr die Strecken auf große fahrt. Den Start des Marathon und Club-Marathon habe ich mir noch angesehen und dann ging es für Jürgen Motzkau und mich hoch nach Clausthal. Friedel Herberger und Klaus-Dieter Dannemann waren schon oben vor Ort beim THW-Clausthal. Dieser gibt in jedem Jahr immer einen Teil der Fahrzeughalle frei, damit die Teilnehmer vernünftig versorgt werden können. Friedel und Klaus haben am Morgen schon ihre Autos vollgepackt mit allem was für die Verpflegungsstelle Clausthal zugeteilt war. Ihr könnt mir glauben, das war eine ganze ganze Menge denn bei uns in Clausthal kamen auch alle strecken vorbei.
Alles zusammen ausgepackt, aufgebaut, Schneidebrettchen raus und und und. Nach einem kleinen Päuschen hieß es dann, Vorbereitung auf den ersten Ansturm. Riegel, Brezeln, Kuchen, Riegel, Bananen, Melone, Kuchen, Kräcker alles war vorhanden.

AR_2014_Impressionen_010Für uns Helfer hatten die Frauen am Morgen sogar schon Verpflegungstüten gemacht, danke dafür. wp-monalisa icon Isotonische Getränke in großen Tonnen wurden angemischt, Wasserkanister wurden gefüllt und weiter hieß es schneiden, schneiden, schneiden und immer wieder schneiden. Ich habe in meinem ganzen Leben noch nie so viel Melone, Bananen, Äpfel, Kuchen und Riegel geschnitten, am Nachmittag haben Friedel und Klaus auch mit Schmalzbroten für die Marathonfahrer losgelegt. Die Tische waren nun mit allerlei gedeckt und Jürgen hatte schon über 100 Becher mit Getränken gefüllt.

Langsam kamen dann die ersten vereinzelten Fahrer, 2 kleinere gruppen und dann ging es los. Wooooooommmmm, halt dich fest, wo kommen die denn alle her. Bei unserer Verpflegung kamen ja alle gruppen vorbei und die kürzeren Distanzen ca. auf 2 – 6 Stunden verteilt (die Marathonfahrer kamen dann erst Nachmittag). Die ersten 2 – 3 Stunden waren aber der BURNER, Becher füllen, Flaschen füllen, Wasser holen, Iso mischen, auspacken, schneiden, schneiden, schneiden.
Ich werde demnächst mal bei den Kochprofis RTL als professioneller Obstschneider eine Bewerbung abgeben. :-)
Bei mir hat es gut geklappt das ich mit dem schneiden recht fix nachkam aber Jürgen, Friedel und Klaus haben im LAUFSCHRITT die Wasserkanister gefüllt, gemischt und alles was kam gefüllt. Mittlerweile waren ja auch 30°C und alle Fahrer/innen hatten mächtig Durst.
AR_2014_Impressionen_035Ich muss wirklich sagen, das war Stress pur aber sehr positiver Stress. Man hat nicht eine Sekunde Ruhe gehabt, sondern hat nur zugesehen, das jeder der kam auch von allem die Auswahl hatte. Viele bekannte Gesichter kamen auch vorbei und beim Schneiden konnte ich so zwischendurch immer ein Wort mit Leuten wechseln, die ich kannte.
Es gab Teilnehmer die nur 5 min bei uns waren aber auch Teilnehmer, die sich wirklich auch ein wenig Zeit genommen haben, es war ja auch kein Rennen. Auch dabei kamen tolle Gespräche zusammen und auch erstaunen, wo die Leute für eine RTF so alle herkommen.
Das aller Schönste für mich waren aber immer wieder die Danksagungen und das Lob. Das ging den anderen aber genauso. Mit der Strecke hatten wir ja eigentlich nichts zu tun aber an der Verpflegungsstelle haben wir wirklich alles gegeben. Mit der tollen Strecke gebe ich hier natürlich gerne noch mal schriftlich an die verantwortlichen weiter. ;-)
Es ist so geil in fröhliche und glückliche Gesichter zu sehen bei Menschen die einfach nur spaß auf dem Velo haben wollen. Auch wenn die Gesichter immer wieder ganz schön fertig ausgesehen haben, wenn sie aus den Pedalen geklickt sind, die Hitze, die Strapazen, die Höhenmeter, die Kilometer, bei uns konnten das alle für einen ganz kleinen Moment vergessen.
Nicht ein, wirklich nicht ein einziger Fahrer oder auch Fahrerin hat gemeckert, sich beschwert oder Sonstiges. 4 oder 5 Fahrer hatten sich ein klein wenig verfahren, da ein Schild gedreht wurde aber auch diese haben das mit einem lächeln im Gesicht gesehen.
Auch als die Marathonfahrer kamen, kein anderes Bild, alle freundlich und alle mit einem lächeln im Gesicht. Allerdings hat man hier doch gesehen, was die Strecke auf den beiden Langdistanzen von den Leuten abverlangt. Viele waren vor allem durch die Temperaturen sehr gezeichnet aber auch in diese Gesichter haben wir mit vielen lustigen Sprüchen wieder ein Lächeln ins Gesicht bekommen.
AR_2014_Impressionen_027Hier muss ich jetzt noch mal auf das schon oben angeschnitten Thema zurückkommen. Wir hatten ja nun wirklich schon stress pur aber ich stelle es mir bei einem Rennen jetzt noch viel schlimmer vor. Da halten ja sehr viele nicht an, sondern da wird zusätzlich noch angereicht, da ist noch mehr zu tun und so was wird alles von freiwilligen gemacht. Ich hatte vorher immer schon riesen Respekt vor diesen ganzen Helfern, jetzt habe ich noch viel mehr davon und ziehe meinen Hut vor diesen ganzen Menschen. Ich fahre ja an diesen Verpflegungen immer vorbei aber ich schaue immer in fröhliche und nette Gesichter und diese Menschen haben grundsätzlich ein Wort oder ein Lächeln zur Anerkennung verdient.

Ich habe da mal ein Beispiel vom Spessart-Marathon Framersbach. Ende Verpflegung fahre ich an einem Fahrer vorbei, bei dem ich gesehen hatte, er hatte den Becher nicht richtig gegriffen und fallen gelassen. Ich höre, wie er sich doch recht laut einige Worte in den nicht vorhandenen Bart nuschelt. Diese blöde Kuh, zu dämlich einen Becher zu geben. Da hab ich ihm dann erstmal gefragt, was er denn überhaupt für ein Arschloch sei und wenn er zu dämlich ist, einen Becher zu nehmen müsse er halt anhalten. Wegen solch ………… wie dir haben immer weniger Leute lust bei so was zu helfen und halt jetzt bloß abstand zu mir, waren meine weiteren Worte.

Egal wie es euch geht, schlechter Tag, schlechte Beine, schlechte Nacht, schlechter Sex, oder oder oder, alles egal. Denkt immer daran, diese Leute stehen da freiwillig, und zwar für euch.

Selbst ich hab schon ganz gut gepustet aber Jürgen, Friedel und Klaus sind auch noch ein paar Jahre älter als ich, für die war solch ein langer Tag noch viel anstrengender. Von morgens teils 5, 6 oder 7 Uhr bis zum frühen Abend, einfach mal so 12 Stunden bei Bullen hitze.
Für mich war dann am Abend ende da ich noch zur Arbeit musste aber für viele andere Helfer war noch lange nicht Schluss.

Vielen dank JÜRGEN, FRIEDEL und KLAUS für dieses klasse 4er-Team (Master-Klasse) ;-) , welches wir am Start hatten. Immer wieder gerne mit euch, es hat mir mit euch mega viel Spaß gemacht.

Danke auch an die restlichen Adler für die Mühe, was ihr da im Harz wieder Großes auf die Beine gestellt habt. Schön Mitglied in diesem Verein zu sein.

Falls ich hier jetzt doch jemanden vergessen habe zu erwähnen, auch an dich einen herzlichen Dank. :-)

Danke fürs Lesen, danke das du hier warst.

Und nicht vergessen kommt 2015 in den Harz zur Adlerrunde.

Hier gibt es Bilder. sportjektiv

AR_2014_Impressionen_044

Die A-Distanz der Salskammergut-Trophy sollte es mal wieder sein, geworden ist es gerade mal so ca. ein Marathon.

blog1Viel dafür getan und geackert aber das Wichtigste war, ich habe richtig Lust auf das Ding gehabt. Da mich letztendlich doch ein defekt aus dem Rennen geschmissen hat, habe ich nicht wirklich große lust da einen großen Bericht draus zu machen.

Mitte der Woche angereist, tolles Hotel, das Team war auch mit drei Fahrern vertreten, also konnte es Samstag werden. Das Bike hat mit Bravour den Service Check absolviert also passte eigentlich alles. Samstag um 3.45 Uhr Frühstück und um Viertel vor 5 auf der rechten Seite in die Startaufstellung. Dort habe ich dann auf der linken Seite David Förste von den Bad Bikers stehen sehen und ab ging es quer durch zum Seitenwechsel. Um diese Zeit am morgen haben das aber alle relativ entspannt gesehen. Marco der ja einiges mehr an Druck in den Beinen hat stand relativ weit vorne und Ralph stand weiter hinten. David Habryka habe ich morgens nicht mehr gesehen, er sollte während des Rennens in den Supportgenuss unserer Frauen kommen. :-)

Blog5 Uhr feuer frei, kurze runde durch den Ort und schon ging es an die ersten 850hm hoch zum Raschberg. Alles zusammen mit David Förste, mal er vorne, mal ich vorne, mal nebeneinander. Einiges hinunter und wieder die nächsten knapp 300hm hoch zur Hütteneckalm. Endlich ab dort mal etwas Freudiges, und zwar Fahrspaß. Wurzel-Action wird davon ein Teilstück bei Strava genannt. Auf diesem Teilstück haben irgendwie auf der linken Seite alle geschoben, wobei man rechts doch recht gut fahren konnte. Da war ich aber auch der Einzige und auch auf der weiteren abfahrt Richtung Lauffen haben alle wirklich richtig klasse Platz gemacht. Boha was lief das Geilo, ich habe meine Beine gar nicht wieder erkannt, ab und zu runter gesehen, jau es sind tatsächlich meine Stelzen, die da treten. :-)

Verpflegung bei unseren geliebten Damen musste ich Lisa erstmal sagen, Schatz das läuft heute voll gut. Das gibt es bei mir ja eigentlich gar nicht, das ich so happy bin und Lisa das beim Rennen kundtue. Weiter ging es wieder in Richtung ersten Anstieg von morgens um 5 Uhr. Ein wenig Tempo rausgenommen um auf David zu warten der ein wenig Zeit bei der Abfahrt im Stau verloren hat. Wenn es passt, ist es doch einfacher solch ein langes Ding zu zweit zu fahren und es hat suuuuper gepasst. So ging es weiter und weiter und weiter und wir fuhren gar nicht mal schlecht, und zwar für unsere Verhältnisse immer weiter nach vorn. Von fast 800 Startern ging es ab Hütteneckalm ca. Platz 250 in Richtung Platz 170. Nach einem Kettenklemmer war David zwar kurz mal ein Stück weg aber immer in Sichtweite und so hieß es ranfahren aber ohne zu überziehen, kommt ja noch einiges. Nach einigen Kleine Fiesen spitzen bergan und der Blaa Alm hinunter (auch hier haben wieder zig Fahrer links geschoben, obwohl rechts alles fahrbar war) ging es wieder hinauf zur Tauernkreuzung. Davor trifft man auf die Fahrer der später gestarteten B-Strecke und verlässt diese dann auch recht bald wieder. Während die B Fahrer in Richtung Hütteneckalm radeln geht es für die A Fahrer erstmal wieder 450hm hinab. An der Tauernkreuzung hab ich mich schon gefreut, runter, dann wieder heftigst hoch und dann, jawollja, wieder Fahrspaß.

Hütteneckalm

Zu dem heftigst hoch und Fahrspaß kam es aber dann leider nicht denn anfangs der Abfahrt überhole ich links einen Fahrer, von dem springt etwas weg, bei mir macht es KRACK und aus die Maus. Ins leere getreten angehalten und was ist das für ein scheiß. Von dem Carbonkäfig (Blackbox) an der Schaltung fehlt das untere Stück samt Röllchen. Bike hingelegt, zurück gelatscht und da lag das gute Stück. Völlig nieder das Bike geschnappt und wieder zurück schieben in Richtung Tauernkreuzung. Da kam mir dann David Habryka entgegen, der es auch nicht wirklich fassen konnte. Als er angehalten hat, musste ich sogar damit Kämpfen keine Tränen vor Enttäuschung zu verlieren. Ich hab ihn dann weiter geschickt und ihm gesagt er möge dann bei Kilometer 100 den Frauen bescheid geben, ich bin raus. Bis dahin leider nur knappe 76 km und knappe 3500hm. :-(

IMAG1675Am technischen Support und an der Verpflegung haben sie zwar wirklich viele Dinge um ein Bike zu reparieren aber leider eben nicht alles. Da ich nun immer mehr zur Ruhe kam, merkte ich dann auch langsam, es ist durch die Nässe doch recht frisch. Tolles Regencape von den Verpflegungsdamen bekommen ging es mit Fußmarsch in Richtung zweites mal Hütteneckalm. Auf diesem Marsch durfte ich dann zusehen, wie zig Fahrer der B-Strecke an mir vorbei fuhren und auch die ersten ca. 60 Fahrer der A-Distanz, die hatten den Ilscher Salzberg schon wieder hochgedrückt.

Ab der Hütteneckalm hieß es dann für mich bis Bad Goisern samt Bike runterrollen. Bike gewaschen, mich gewaschen, Enttäuschungskaffee getrunken und zum Zielbereiche wenigstens von den ankommenden Helden der A-Strecke Bilder machen.

Kein großartiger Erfolgsbericht aber danke fürs Lesen.

Für mich war es vor allem ziemlich enttäuschen hinterher zu erfahren, warum andere Fahrer einfach so aufgehört hatten. Zu kalt, zu nass, zu ………. Ich wäre gerne gefahren und mir wurde die Chance genommen und andere hören von selbst wegen irgendwelchem PISS einfach auf.  :negative: :-(

Immerhin ein kleines Highlight, einige virtuelle Biker kennengelernt zu haben, vor allem CU BE und Fatbike Eraser. :-)

Unser Marco hat das Ding mächtig heftig gerockt, Glückwunsch dafür. :-)

Danke an Lisa und Adriane für euren Support.

@David Förste: immer wieder gern. :-)

39km, 1050hm, 18 Platz gesamt, 4 Platz AK. 

schierke_stefan1Letztes Wochenende hieß es ab nach freunden, und zwar nach Schierke zum Endurothon. Endlich war es mir mal möglich dort zu starten denn die letzten Jahre hat es arbeitsbedingt nie geklappt. Das Rennen jetzt von den Bad Bikers organisiert, was soll ich sagen, woooooooooooow, ganz toll.
Hier muss ich vorab mal eine große Empfehlung fürs Jahr 2015 geben.
Heimisch fühlt man sich auch gleich, wenn man am Frühen morgen schon jede Menge Leute kennt. So waren die Jungs vom NRT-Team Bikes&Parts dort, die Jungens von Focus Rapiro und eben auch die Bad Bikers. Natürlich noch einige mehr aber mit diesen Jungs ist am schönsten, weil man sich kennt und dann macht es doppelt spaß. Das Fototeam Markus und Drea Nothrof war natürlich auch vor Ort und das Ergebnis derer beiden seht ihr ja. ;-) Daaaaanke. Ganz wichtig und nicht zu vergessen unser AxelAxel als Starmoderator, er kann es halt am besten. :-)
schierke_stefan2Gewählt hatte ich mal nicht die Langstrecke, sondern die mittlere Runde mit 39 km und 1050 hm, also 3 Runden. Zeit am morgen war im Überfluss, da die Mittelstrecke erst eine Stunde nach der Langdistanz startete. Vernünftig warmgefahren und pünktlich um 11 Uhr war Start. Komischerweise hatte ich zu Anfang der ersten Runde nicht nach 2 Kilometern die vollen Beine, wie ich es sonst habe, wenn gefühlt das ganze Feld an mir vorbei fährt. Straße, Schotter, Trail, und dann der Schotteranstieg, den ich super fahren konnte und auf dem ich auch einige Fahrer überholen konnte.
Wunder, wunder, wunder, das läuft ja heute richtig gut. Mega geile Strecke und die Beine haben mächtig klasse funktioniert. Tolle Rundendurchfahrt mit Kleinerem auf und ab und kreuz und quer im Start-Ziel-Bereich, tolle Idee unbedingt so lassen. :-) Weiter in die zweite Runde und siehe da, immer noch der volle Spaßfaktor und der Kopf schüttet Worte des Lobens für seine Beinchen aus. Das hat wiederum die Beine so motiviert, dass ich die zweite Runde auch richtig gut durchkam und hoch motiviert in die dritte Runde ging. Dieses Mal einiges an Fahrern überholt und määäächtig zufrieden ins Ziel gefahren, was ja nicht immer so ist. Ich hätte zwar gerne die beiden Fahrer vor mir noch eingeholt aber das war mir dann leider doch nicht mehr möglich. Umso ärgerlicher, da vor mir der 3 platzierte meiner Klasse fuhr. Das habe ich bis dahin nicht gewusst, sondern habe erst später auf der Liste gesehen, dass ich 18 gesamt und 4 in meiner AK geworden bin. Da war der Kopf mit de Beene :-) dann noch mehr zufrieden.

schierke_stefan5Es wird, es wird, es wird.
Unser Lieber Frank Eggert wird es wahrscheinlich nicht glauben aber ich habe bestimmt eine halbe stunde am Buffet der Zielverpflegung gestanden. Soooooo leckere Sachen dort, gereicht von den Bad Bikers, deren Frauen und Helferinnen. Wenn der Geburtstag der Schwägerin nicht gerufen hätte, ich wäre gerne noch geblieben.
Ein ganz ganz toller Tag, an dem alles gepasst hat. Ein Renn-Event auf, welches man unbedingt aufmerksam machen muss.
Definitiv bin ich im nächsten Jahr dort auch wieder am Start und ihr hoffe ich auch. Eben ein Rennen bei freunden.

Ride Green – Ride PROWELL

Gruß Stefan

T-Shirt-Finisher-BlackSo war es eigentlich geplant, als Formtest für die Salzkammergut Trophy. Ich möchte mir dort in diesem Jahr hoffentlich mein drittes heiß begehrte schwarze Shirt abholen.

A-Strecke der Trophy, 211km und 7049hm, der Harzrundweg 300km und 4000hm. Grob gerechnet passt das ja so in etwa. :-) Nicht als Rennen aber als etwas schnellere Tour sollten also die 300km gefahren werden. Soooooo der Plan. :-)

Abends kleinen Trinkrucksack fertiggemacht, Flaschen gefüllt und ab ins Bett, und zwar recht früh. Wie zur Trophy auch, früh morgens um 5 Uhr wollte ich los und um 4 hat der Wecker geklingelt. Nach ein wenig getrödele habe ich dann doch tatsächlich den Startschuss verpasst und bin erst eine Minute nach 5 Uhr los. Ich schiebe es einfach mal darauf, das früh morgens kein AC/DC lief als ich aus der Haustür kam. :-)
IMAG1649 (FILEminimizer)Also los in Richtung Oker, das Geplänkel um Goslar wollte ich dann auf dem Rückweg mitnehmen. Hell war es auch schon und die Temperaturen waren auch gar nicht so schlecht. Ilsenburg, Wernigerode, die Ecke kenne ich ja allerdings nur auf anderen wegen. Hier wollte ich mich aber ganz genau an den GPX-Track halten und das war auch gut so. Der R1 Radweg schlängelt sich auf schönen Wegen von Ort zu Ort und dabei ist die Strecke so gelegt, dass man immer einen kleinen Blick in die Stadt oder das Dorf werfen kann. Schöööööne Altstädte gibt es auf dieser Tour. Man fährt durch Guts-Anwesen, durch Parks und und und, die Strecke ist echt ein Genuss.
Hier mal angemerkt, die Tour werde ich wiederholen, dann aber als 2 Tages Tour um das Ganze einfach mehr zu genießen. Es waren doch einige schöne Flecken, an denen ich gerne mal angehalten hätte, um zu genießen was man, da eigentlich Schönes tut, und zwar BIKEN. Viele stellen, wo man mit dem Auto nicht hinkommt bzw. gar nicht auf die Idee kommt, dorthin zu fahren. Blankenburg und Thale sind einem ja noch ein Begriff aber da gibt es Orte, da wusste ich nicht mal das es solche Namen gibt. Ab Thale war ich dann für mich sozusagen im Niemandsland, gut das es ein Navi gibt.
IMAG1650 (FILEminimizer)Kurz hinter Thale dann ein wenig Spritzerei aus meinem Hinterrad. Etwas zu großes Loch für die Dichtmilch aber genau passend für eine MaxSalami. Auch hier wieder an alle, die es nicht hinbekommen, Salami rein, Luft drauf und fertig. Keine 2 Minuten später hätte es eigentlich gleich weiter gehen können. Da ich aber nun schon vom Rad runter war, konnte der Magen auch etwas vertragen. Rucksack runter 2 Stück Bananen-Reiskuchen auf die Hand und weiter gings dann eben nach 5 Minuten.
Kurz nach 10 Uhr war ich dann bei ca. 110km und irgendwo am untersten Punkt des Harzrundweges. Irgendwo zwischen Grillenberg und Obersdorf im tiefsten Osten, wenn man das so sagen darf. :-) Kurzen Anruf bei Lisa, alles ist in Ordnung, Frauen machen sich ja immer Gedanken, wenn der Mann allein in den Wald fährt. :-) Das Ganze ging zwar um den großen Wald (genannt Harz) herum aber eine beruhigte Frau ist eine glückliche Frau. So in etwa jedenfalls das denken in einem Männerkopf. :-)
IMAG1651 (FILEminimizer)Dann kam aber irgendwann die wende meines Plans, und zwar das bis dahin nette Örtchen Agnesdorf. In Agnesdorf gibt es unter anderem einen Schäferhund und auch ein dazu gehörendes Herrchen. Ich komme also recht gemütlich die Straße in den Ort gefahren und fahre extra möglichst weit links und vorher habe ich auch schon die Geschwindigkeit reduziert. Vorbei an Hund und Halter sehe ich im Augenwinkel, wie der Hund los läuft, und zwar hinter mir her. Herrchen hält die Leine nicht fest, und als der Hund auf meiner Höhe ist, springt er mir ans Bein. Seine Leine verfängt sich in meinem Hinterrad, reist das Ventil ab und zwei Speichen kaputt. Ich schlinger weiter auf einen Zaun zu, den ich dann mit dem Vorderrad tuschiere. Den Hund hat es derweil mit dem Halsband auf den Boden gezogen. Der Hund kommt hoch und in diesem Moment merke ich, das er nicht aggressiv war. Das Herrchen kommt und fängt an mich zu schubsen und mich anzuschnauzen, was mir denn einfallen würde, das arme Tier, der will doch nur spielen. Ähmmmm, woher soll ich wissen das der nur spielen will war mein Gedanke und ich war pappe satt. Als er mich dann noch mal schubst, habe ich ihm gesagt, dass ich gleich meine gute Stube vergesse und ausraste. Er nahm dann seinen Hund und verschwand im nächsten Feldweg.
IMAG1652 (FILEminimizer)Rad im Arsch, Tagesplan im Arsch, alles fürn Arsch. Schlauch eingezogen und so gut es ging, das Bike fahrbereit gemacht. Im nächsten Ort Breitungen einen Wald und Wiesen Radhändler aufgesucht, was aber eher ein Rasenmäher Fach und Reparaturbetrieb war. Alles kein Problem, das Bekommen wir hin waren die Worte des guten Mannes. Hier möchte ich gar nicht weiter darauf eingehen denn sonst flippe ich hier beim Schreiben noch aus, so tief sitzt der Frust immer noch.
Von dort aus weiter in Richtung Uftrungen, hinten wieder Luftverlust und mächtiges Geschlacker des Laufrades. Kurz angemerkt, die Reparatur die keine war hat mich 60,-€ gekostet. Kotz.
In Uftrungen dann der Wahrheit ins Gesicht gesehen, so werde ich die letzten 120 km nicht schaffen, keine Chance. Planänderung, einmal quer drüber über den groooooßen Berg. Anfangs war das aber auch nicht wirklich die bessere Idee. Harzrundweg verlassen und in Richtung Rottleberode, dann Stolberg bis Breitenstein. Dort hatte ich dann 200 km und etwas über 3000 hm auf der Uhr. Als ich dort Ortsausfahrt fummelnd am Rad stand, hielt ein Pritschenwagen an, cooler Typ drinnen, kann ich dir helfen. Kurz erzählt, alles schitte, funzt so alles nicht wirklich. Er bot mir an, Rad hinten drauf, bis nach Stiege im Harz könne er mich mitnehmen. Von dort aus habe ich bestimmt eine Möglichkeit nach Braunlage oder ähnlich zu kommen, meinte er.
In Stiege angekommen, hmmmm immer noch weit weg von Goslar aber immerhin. Als dann ein Regionalbuß kam, habe ich ihm kurz mein Leid erzählt und alles kein Problem, Bike und Stefan konnte mit. Er musste aber logo seine normale Tour durch den Harz fahren, bis wir dann nach gefühlten 5 Stunden in Wernigerode ankamen.
Von Wernigerode bin ich dann noch kurz bis Ilsenburg rüber und von dort fuhr mich Enno, ein guter Freund nach Hause. Angerufen und 5 Minuten später war er schon da. Enno, vielen Dank dafür.
Danach gab es dann ein wenig Schreiberei bei Facebook, einige Tipps zwecks Hundehalter und Versicherung und da geht es nun auch voran. Polizei dort drüben informiert, die haben den Hundebesitzer ausfindig gemacht und das geht jetzt immerhin alles seinen geregelten weg.

Ein schöner Tag, der mit ein wenig Chaos beendet wurde.

Schön, dass du hier vorbei geschaut hast.

Platz 38 SeniorenII – Malevile 98 km und 2700 hm.

male_stefan7Tolles Rennen, tolles Wochenende, tolles Team. Langsam wird’s und die Trainingsumstellungen machen sich ganz ganz langsam bemerkbar. Auf jeden Fall war ich nach dem Rennen sehr zufrieden, da ich nicht gedacht hätte, dass es nach den vorher gegangenen Tagen überhaupt so gut läuft.

Am Freitag früh hieß es auf in die Tschechei mit Zwischenstopp hinter Leipzig mit Adriane, Ralph, Sonja und Peter treffen. Gemeinsam fuhren wir dann zur Malevil-Ranch, den Zielbereich für den Marathon am Samstag. Lisa und ich haben dorthin aber leider noch einen heftigen selbst verschuldeten Umweg in kauf nehmen müssen. :-( Kann passieren.

Angekommen haben sich Peter und Sonja schon fertiggemacht um ein wenig Vorbelastung zu fahren, allerdings kamen beide fast genau so schnell wieder, da der Himmel alle Pforten öffnete und es prasseln ließ. Eine Stunde später hatten Ralph und ich dann auf dem Bike schon wieder tollsten Sonnenschein währen Marco noch im Stau stand.

Zurück auf die Ranch wurde dann erstmal alles ein wenig genauer angesehen, Wahnsinns zimmer und ein absolut tolles Ambiente, was das ganze Umfeld um die Ranch anging. Auch die Ranch selbst ein Absolutes muss mal dort gewesen zu sein. Ich hoffe, dass es 2015 auch wieder klappt. Sonja hat in ihrem Bericht ja alles schon mehr als perfekt beschrieben und daher gehe ich darauf nicht noch weiter ein. In Deutschland meiner Meinung nach jedenfalls so nicht möglich und erst recht nicht auf einem Golfplatz-Anwesen. Mit den Frauen und Peter noch zur Verpflegungsstelle gefahren damit Lisa und Adriane für Samstag wussten, wo sie hin müssen (müssen klingt ja ein wenig blöd, das machen sie ja gerne aber dadurch war es natürlich eine Erleichterung). Einen schönen gemeinsamen Abend mit allen verbracht und dann ging es auch schon ab in die Falle.
male_stefan6Frühs auf, mega lecker gefrühstückt fuhren wir alle gemeinsam die paar Kilometer zum Start, wo wir auch gleich einige bekannte Gesichter von den Bad Bikers getroffen haben. 10 Minuten später war dann auch schon Start, bei dem ich mich recht gut einsortiert habe. Los ging es dann gleich erstmal mit dem was ich ja nun über alles hasse, Wiese, Wiese und nochmals Wiese. Steffen und David kamen dann nach einigen Minuten an mir vorbei als ich überlegt habe dran zu bleiben. Das habe ich mir dann aber aus dem Kopf gehauen, da ich erstmal sehen musste wie ich nach dieser Woche überhaupt klar komme. Kurze zeit später kam dann Ralph, mit dem ich noch ein Stück mitgefahren bin. Nach ca. 15 km hab ich mir dann aber gedacht, da geht ja doch ein wenig mehr. Das lag aber wohl auch an der bis dorthin mega geilen Strecke und die blieb bis zur Verpflegung bei Kilometer 52 gleichbleibend toll. Mega Trails im Up und Downhill, spaß vom feinsten auf jedem gefahrenen Kilometer. In Oybin stand dann mein Schatz mit Adriane und so konnten wir bei unserer persönlichen Rennverpflegung bleiben. Immer schön seine Frau im Rennen mal zwischendurch zu sehen.

Lisa hatte sich anfangs nur gewundert als “Jaroslav Kulhavy” an ihr vorbei geflogen ist, dass ich nicht in seinem Windschatten war. *gggggggggg* :-) :-) :-)

male_stefan4Aber auch die nächsten 45 km versprachen viel Spaß auf der Strecke mit steinigen Trails, die man so von hier nicht kennt. Nach Kilometer 70 ging es dann doch los, das sich die letzten Tage körperlich bemerkbar machten aber wie schon geschrieben war ich happy das es trotzdem so gut lief. Bergauf habe ich dann auf den letzten 20 Kilometern immer wieder noch einige Fahrer einkassiert, die mich teils aber bergab wieder überholt haben, bis ich dann im Uphill doch genug abstand rausfahren konnte. Komische Welt, normal kenne ich es immer andersherum aber den Lenker zu halten viel mir immer schwerer. Aber was hat der Stefan daraus gelernt, geeeenau bergauf wird die Zeit gut gemacht. :-)
Meine angepeilte Zeit von unter 5 Stunden 30 (ich kannte die Strecke ja nicht) konnte ich auch einhalten und kam so glücklich mit dem 38 Platz in meiner Klasse ins Ziel. Dazu ein tolles Gefühl alles richtig gemacht zu haben.
Ganz besonders schön ist bei solchen Rennen an dem einige vom Team teilnehmen immer das hinterher. Ein wenig quatschen, sich gemeinsam freuen und und und. Nach dem Duschen haben wir alle zusammen bei der Siegerehrung zugesehen und hinterher einen schönen Abend verbracht.
male_stefan1Sonntagmorgen haben wir alle gemeinsam das Mega Brunch auf der Ranch geplündert, bei dem es an nichts gefehlt hat. Nach viel lachen und tollen Gesprächen hieß es dann aber am späten Vormittag doch wieder abschied nehmen. Sonja und Peter sind noch für ein paar tage ins Erzgebirge und Adriane, Ralph, Lisa und ich sind auf in Richtung Heimat.

Ein richtig schönes Wochenende mit Teammitgliedern und danke für den Support an Adriane und Lisa.

Danke an das Malevil-Ranch-Team, wir kommen wieder.

Stefan

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