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Lange her

der SCHMERZ sitzt sehr sehr tief. Irgendwie habe ich seit Mittwoch früh permanent das Gefühl mir sticht mit dem Löffel jemand das Herz raus.

Zuerst im Leben kommt die liebe zur Familie aber an nächster stelle stehen die geliebten Bikes mit denen man so viele Kilometer berghoch und bergab ob Wald oder Straße gemeinsam verbracht hat. Es ist eine Beziehung, bei der man erst merkt, wie innig diese ist, wenn sie von irgendwelchen hergelaufenen Bastarden zerstört wird. Dir wird nicht nur dein Bike gestohlen, sondern zeitgleich auch dein Herz herausgerissen.

IMAG0372Wie oft habe ich in den letzten Jahren anderen gut zugesprochen, wenn jemanden bei einem Rennen das Bike gestohlen wurde. Immer versucht nette Worte zu finden, die von Herzen kamen und selbige will man jetzt von anderen nicht hören. Bei Rennen ist es mittlerweile ein Volkssport der Osteuropäer geworden, High-End-Bikes zu stehlen. Du fährst mit aller liebe und Hingabe ein Rennen und hinterher kommt irgendein Bastard daher. Dann stehst du plötzlich da und dein Herz erfährt eine leere, dein geliebtes Bike ist weg.
Bei uns sind seit Mittwoch früh 4 Bikes plus jede Menge Zubehör weg. Laufräder, Schuhe, Garmin-Computer, Standpumpe, sie haben einfach alles mitgenommen, ohne Hemmungen einfach alles. Mein Scott MTB, mein Merida Rennrad, das Specialized Rennrad und Ghost MTB meiner Frau. An meinem Scott war sogar noch die Startnummer von der Deutschen 24 h Meisterschaft am Alfsee vom Wochenende.

Ich weiß nicht, ob es mich besser stimmen soll, dass die Täter es wohl nicht direkt auf unsere Bikes abgesehen haben. Wir waren wohl ein Zufallstreffer. Diese „normalen“ Bikediebe die sich auf Rennen rumtreiben um gezielt zu stehlen waren es wohl nicht.
Als unsere Tochter morgens den Einbruch bemerkt hatte, ich bei der Polizei anrief, kam als erste Antwort, das dauert sie sind heute früh nicht der Erste. Als die Polizei kam, wurde mir erstmal mitgeteilt, dass die ganze Nacht von Dienstag auf Mittwoch überall in unserem Stadtteil eingebrochen wurde. Wahllos, kreuz und quer durch ganz Jürgenohl, selbst früh morgens um 7 Uhr als es schon hell war haben die weiter gemacht. Ich werde mal sehen was in der Zeitung steht aber mittlerweile sind es glaube ich schon 20 oder 25 Einbrüche. Als die beiden Polizisten gerade bei uns am Tisch saßen ging das Funkgerät, da wurden sie gleich zum nächsten Einbruch geordert, nur knappe 100 Meter von uns entfernt.
IMAG0368Von vielen kommt natürlich, ach die sind doch versichert. Ist leider nicht wirklich so einfach denn es sind versicherungstechnisch nicht einfach nur Fahrräder, sondern High End Sportgeräte und diese bekommt man nicht ganz so einfach versichert bzw. man kann es gar nicht bezahlen. Das ist so in etwas wie es von 100 Motorradfahrern wohl nur 2 gibt die ihr Bike Vollkasko versichert haben. Es ist einfach nicht zu bezahlen.
Für alles Weitere fehlen mir hier eigentlich die Worte nur evtl. dazu, dass ich auch einer der glücklichen Menschen bin, der sich freut, dass nach überallhin die Grenzen offen sind und nur freundliche Menschen nach Deutschland einreisen.

Zum Abschluss möchte ich mich aber bedanken, bedanken bei so vielen Menschen, die mit mir / uns fühlen. Freunde, Bekannte, virtuelle Freunde und und und, viele nette und aufmunternde worte kamen von allen Seiten. Viele Angebote von Kumpels die 2 Bikes haben und was nicht noch alles, so etwas berührt einen menschlich sehr sehr stark. Theoretisch könnte ich die nächsten 3 Wochen jeden tag ein anderes Bike fahren so viele Angebote sind von euch gekommen und ich spreche hier nicht von Tante-Trute-Bikes. Ich habe vor diesen Angeboten von euch wirklich eine menschliche Hochachtung aber ich muss euch einfach sagen, ich mag und will momentan nicht. Der Schmerz sitzt einfach zu tief. Wenn das hier ein nicht Biker ließt, denkt der sich garantiert, der Kerl hat doch ein Knall das waren doch nur Fahrräder. Genau das waren es aber nicht, es war mehr.

Neben dem Diebstahl muss man aber auch das Eindringen in die Privatsphäre verarbeiten. Da kommen fremde Menschen in dein Leben und Schleichen sich in Bereiche, die privat dir und deiner Familie gehören. Ob Garagen, Häuser, Keller, Gartenlauben, diesen Menschen ist keine Gelegenheit zu wieder sich an dem Leid anderer zu bereichern.

Die unterstrichenen Worte passen auch zu gut zu dem Teufel aus Chemnitz, auch dieser zählt zur Gattung Bastard.
Genau das ist ein weiterer bitterer Beigeschmack an dieser ganzen scheiße.

Danke an euch alle, Stefan.

schinder_stefan5Vom Schinderhannes geschunden kann man wörtlich nehmen.

Sonntag früh gemeinsam mit Familie Schmidt aus Remagen fix die 80 km nach Emmelshausen angereist. Wir sind ja schon Freitag nach Remagen gefahren um Matthias und Bine zu besuchen, darüber schreibe ich aber mehr in meinem Blog.

Räder raus, Startnummern dran basteln und schon ging es ans etwas verkürzte Einrollen. Noch etwas frisch am Morgen mussten dazu noch Arm und Beinlinge herhalten. Um 8.20 Uhr ging es dann in die Startaufstellung, wo ich nun endlich mal Tim Timmäh Greis persönlich die Hand schütteln durfte. J Sonst nur virtuell, jetzt mal Live kennen gelernt. Das war definitiv nicht das letzte Mal. :-)

Noch ein wenig mit Matthias quatschen, abklatschen und pünktlich um halb dann der Startschuss zum Schinderhannes.

Einführungsrunde 6 km und der Stefan mal nicht so weit durchgereicht wie sonst, langsam wird’s aber dann kam auch gleich der erste Dämpfer. In allen Jahren wundere ich mich immer über die ganzen Flaschen, die manche Fahrer beim Rennen so in den Trails verlieren, geht doch eigentlich gar nicht. Geht doch, Asphaltstück, bevor das Rennen richtig losgeht, Hand nach unten, blick nach unten (was mir da so alles durch den Kopf ging schreibe ich hier jetzt mal besser nicht), auf alle fälle meine große Flasche futsch.

schinder_stefan1Nun ja, mal sehen, was das so wird. Am Vortag mit unseren Damen und Matthias noch am Diskutieren reicht eigentlich, wenn ihr bei Kilometer 70 steht wie im letzten Jahr. Matthias reichte das nicht und mir ist dann immer etwas mit 40 Kilometern im Kopf hin und her gedüst. Den Kopf dann erstmal ausgeschaltet und in einer 10er Gruppe schön mitgefahren. Boha wie geil, sonst fahr ich ja immer alleine, weil ich das Tempo nicht halten kann. Das Ganze war aber eben auch nur so lange schön bis nach 18 Kilometern meine kleine Trinkflasche alle war. Und ich habe schon gehaushaltet wie ein Kamel bei der Durchquerung der Sahara. Wieder Gedanken, es kommt ja bestimmt bald eine Verpflegungsstelle, die dann auch bei ca. Kilometer 25 kam.

Engel auf der linken Schulter „junge halt an und mach Flasche voll“ – Teufel auf der rechten Schulter „junge mach kein scheiss, das erste Mal hast du eine Gruppe, fahr weiter“.

Ähmmmmm, der Teufel hat gesiegt und damit natürlich auch die Dummheit. Immerhin konnte ich einen Wasserbecher schnappen, den mir ein Mädel hingehalten hat. In ihrer Hand sah er eigentlich voll aus, als ich ihn zum Mund führen wollte waren so grob gemessen noch 5 ml in dem Becher. :-( What a Fuck, nun war es auch egal. Der nächste Versuch, ein Gel ab in die Schnute aber ohne was nach zu trinken. Das kommt so etwa der Erfahrung gleich wer mal versucht hat einen Löffel Zimt pur zu essen. Also nix essen, nix trinken, nix Gel und immer nur blöd geschaut, wenn jemand der Mitstreiter seine Flasche aus dem Halter gezogen hat. Mit einem Schnitt von über 20 km/h ging es also weiter mit in der Gruppe durch das Gehölz und immer mehr Fahrer wurden eingesammelt und hinter uns gelassen. Ab Kilometer 35 ging es dann langsam los, die Beine fangen an zu zucken und zu krampfen und ich wäre am liebsten in jeden Bach neben der Strecke gesprungen. Wenn’s mal läuft, dann läuft es eben wohl auch nicht, Tempo rausgenommen und über mich selbst geärgert.

schinder_stefan4Irgendwann, ich hatte es schon ein wenig verdrängt höre ich eine Mega Kuhglocke und plötzlich die vertraute stimme meiner Tochter schreiend, Papa kommt. Ich weiß nicht, ob ich mich in diesem Moment über einen Sechser im Lotto mehr gefreut hätte. Angehalten und Lisa schaut mich verdutzt an, weil ich Trinken haben wollte. Ja, genau ich, der gesagt hat, mir reicht es bei Kilometer 70. Leider nur 2 kleine Flaschen, da es ja so auch nicht geplant war. Meine Gruppe war eh weg und bei dem Kurzstopp ist eine ganze Schar weiterer Fahrer wieder vorbei. Die erste Trinkflasche war nach ca. 60 Sekunden alle und am liebsten hätte ich die 2 gleich hinterher gekippt. Wieder viele Kilometer und das Spiel von vorne mit einer kleinen Flasche haushalten. Wieder durchs Feld gekämpft, Krämpfe haben wieder ein wenig nachgelassen und irgendwann sehe ich vorne 4 Trikots die mir in Erinnerung waren von meiner Gruppe einige Kilometer weiter vorne. Motivationsschub und einige Hundert Meter weiter war ich wieder dabei. Ein Holländer oder Belgier hatte wich wohl gefragt, wo ich denn war, hab das aber doch nicht wirklich verstanden.

Aaaaaaaaaaber was soll ich sagen, nächste Verpflegungsstelle, nächster Becher und geeeeenau, so schnell lernt der Stefan nicht. Wieder beim Zufassen den Becher zerquetscht und nix mit Wasser aus dem Becher. Kilometer 70 unsere Frauen und meine Flaschen leerer als nur einfach leer. Ich sage zu Lisa, ich bin so trocken ich hab solchen Durst und jetzt kommt die beste Antwort, die einem die heiß geliebte Ehefrau in diesem Moment geben kann.

Schatz dann musst du was trinken.             Ähmmmmmmmm, ich lass das mal so stehen.

Die letzten 14 Kilometer musste ich dann aber doch letztendlich der ganzen Misere Tribut zollen. Bis dahin fast die kpl. zeit mit Lex de Vries vom Peerkes Bike Team gefahren, wurden die Krämpfe leider unerträglich. Trinkbedarf nachholen klappt eben nicht. Auf diesen letzten Kilometern habe ich auf die zum Ende übrig gebliebene 5er gruppe noch über 10 min. verloren. :-(

So war es dann der 40 Platz in meiner Kategorie aber ein mega Rennen was ich mir durch Eigenschuld selbst zur Hölle gemacht habe.

Also immer schön trinken. :-)

Ride Green – Ride Prowell

Stefan

 

so war letzte Woche die aussage, wenn sich Berliner durch den Harz führen lassen. :-)

IMG-20150517-WA0010Beim Bad Harzburger Marathon hatte Marco uns schon gesagt, das verlängerte Himmelfahrtwochenende möchte er in den Harz kommen. Donnerstag vormittags sind dann Sabine, Lutz, Lars und Marco nach Braunlage angereist.
Donnerstag hatte ich leider keine Zeit aber Danny Götze und Arne Vettermann vom Protective NRT Team wollten eine größere Runde durch den Harz drehen. Den beiden haben sich die Berliner dann angeschlossen und am Abend habe ich per WhatsApp Nachrichten schon mitbekommen, das soll der reinste Knaller gewesen sein. Teile der Streckenführung gingen auch über die große Runde des Schierker Endurothon (Hör ich da ein »Mutti«?), der für seine schönen aber auch harten Trails bekannt ist.

Freitag war ich dann an der Reihe mit den Berlinern ein grinsen ins Gesicht zu bringen. Wie auch am Donnerstag war es morgens schon recht warm, die Wetteraussichten versprachen viel sonne, was will man mehr. Kurz nach 10 Uhr sind Sabine, Lutz, Lars und Marco dann bei mir in Goslar aufgetaucht, Räder raus und dann ging es auch schon los.

Einen groben Plan hatte ich schon im Kopf allerdings war ich doch überrascht, dass der Harz für einen Freitag so voll war. Haben sich wohl doch einige den Brückentag als Urlaub genommen. So viel auf der Runde jedenfalls der Brocken flach, da wurde eben nur der erste Anstieg hochgefahren, bevor wir dann abgebogen sind.
Lars hatte unterwegs 2-mal einen Plattfuß und denkt jetzt zumindest mal über Tubeless nach. :-) Da gab es zwischendurch eben ein wenig Zeit für ein Pläuschchen.
Auf dem Weg nach Ilsenburg gab es dann einen meiner Lieblings Trails und siehe da, am Vortag hatte Danny schon von diesem Trail erzählt. Donnerstag sind sie am ende des Trails aus einer anderen Richtung gekommen.
IMG-20150517-WA0013Weiter ging es in Richtung Molkenhaus, wo wir eine Pause geplant hatten. Das war mal was feines, Biken mit pause bei Kaffee und Kuchen. Der Knaller sind natürlich die freudigen Gesichter, wie toll es doch im Harz ist. Die Strecke sollte schön sein aber das Panorama sollte auch nicht zu kurz kommen, so waren auch herrliche ausblicke dabei an denen teils kurz gestoppt wurde. Trails runter, unten ankommen, in 4 Gesichter schauen, die das Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht bekommen, das ist Mountainbiken. :-)
Vom Molkenhaus in Richtung Goslar gab es dann natürlich weiter erhöhten Spaßfaktor, bis wir wieder bei uns zu Hause angekommen sind. Einen mehr als passenden Abschluss haben wir dann gemeinsam bei meinem Lieblings Italiener gefunden.

Für unsere Berliner Jungs und Mädel :-), ging es dann am Abend wieder nach Braunlage. Den Samstag und Sonntag haben sie auch im Harz verbracht, leider musste ich Wochenende arbeiten. Wir haben aber gesagt, das wird auf jeden Fall wiederholt, mit dieser Truppe immer wieder gerne.
Kurz gesagt, wenn’s passt, dann passt es. :-)

Sabine, Lutz, Lars und Marco, ich möchte mich hier für den schönen Tag mit euch bedanken.

Für diejenigen, die Fahrspaß im Harz suchen, beide Routen sind in meinem GPSies zu finden.

Beide Strecken haben jeweils fast 80 km und ca. 2200hm puren Fahrspaß.

Ride Green – Ride Prowell

IMAG0296München ist zwar eine Großstadt (eigentlich gar nichts für Familie Bzdok), aber Biken ist dort ja ein Traum.

Donnerstags früh Familie eigepackt und zum verlängerten Wochenende ab nach München. Celina hatte dort Karten zum Violetta-Konzert (irgendein Teenie Star aus den USA) und Lisa musste mit als erwachsene Person. Für mich wäre das die Todesstrafe gewesen also durfte ich in der Zeit durch den Olympia-Park ballern. Das man dort witzig hin und her fahren kann kannte ich vom 24-h-Rennen, welches dort stattfindet, allerdings ist der Park noch sehr viel größer.
Der Unterschied zum 24-h-Rennen (nur Biker) bestand aber darin, dass für mich gefühlt ungefähr 85 % aller Münchner JOGGENDER weise Donnerstag am späten Nachmittag durch diesen Park laufen. Solch ein Aufkommen an Läufern gibt’s wohl nur zum Frankfurt oder New York Marathon. :-) Egal wie voll es auch war (Radfahrer gab es auch), alle sehr freundlich und gut gelaunt. Dort gilt glaube ich das schöne Motto, hier ist für jeden Platz.

Frauen also rein zum Konzert und ich bin kreuz und quer durch den Park gefahren, der sich mit kleinen Ausläufern recht breit auseinanderzieht. Hoch runter, rechts links, man wusste teils nicht, wo man zuerst langfahren sollte, zig kleine Pfade, Trails, breitere Wege, da gibt es alles. Leider hatte ich nur eineinhalb Stunden, bevor es langsam dunkel wurde, diese haben aber gereicht um maximalen Spaß zu haben. Im Olympia Park und den Ausläufern kann man denke ich ohne weitere Probleme 3 Stunden rumbügeln, bevor man jeden einzelnen Weg erwischt hat. Frauen hatten spaß, Stefan hatte spaß, so ging es dann für uns 3 gut gelaunt ins Hotel.
Olympia ParkFreitag Vormittag hatte ich von meinen Frauen eine weitere hab spaß Erlaubnis bekommen, :-) also natürlich aufs Bike. Vorab die Woche hatte ich rum gefragt, wo man denn in München gut Biken kann. Da gab es sofort mächtig viele antworten über die Isar Trails und Norman Carl (http://normancarl.blogspot.de/) hat mir gleich 2 GPS Tracks per Email gesendet.
Ziemlich ärgerlich, Norman wohnt dort eigentlich gleich um die Ecke, war aber ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt in unserer Heimat dem Harz zur Teampräsentation Protective NRT, in welchem er fährt.
Tracks auf den Garmin gezogen, Bike aus der Tiefgarage und schon ging es los ins Chaos einer Großstadt. Man man man, was für viele Autos, gefühlte Ewigkeiten an den Ampeln und die Autofahrer sprechen dort mit ihren Hupen miteinander. Schönerweise war es aber nicht weit und fix war ich an der Isar. Hier gab es nun die all bekannten Isar Trails, deren Namen ich nur mal irgendwo gehört hatte, eine Vorstellung davon hatte ich nicht wirklich. Der Track hat mich auch gleich auf den Isar-Radweg geführt, der geschottert und etwas breiter ist.
Ab diesem Zeitpunkt wurde es traumhaft. Wenn es das in dieser Form überall geben würde, es gäbe kein Theater mehr zwischen Bikern, Joggern und Wanderern.
Der Hauptweg wie geschrieben breiter, geschottert, eben Waldautobahn. 20 bis 40 Meter weiter (in diesem fall) nach rechts der wurzelige Ufer Trail und wiederum einige Meter nach links die genialen Single Trails. Für diese habe ich mich entschieden und bin einfach rein gefahren, ohne zu wissen, was mich erwartet. Holla die Wald Fee, ich habe Gesichtskrämpfe durch das Dauergrinsen bekommen. Nach jedem gefahrenen Kilometer habe ich immer nur gedacht, lass es bitte bitte noch eine Weile so weiter gehen. Mal bin ich näher an den Hauptweg ran gekommen, mal gekreuzt und am Ufer lang, es gibt da so viele Möglichkeiten. Jeder Trail hat zwischendurch kleinere abzweige die trotzdem wieder zusammenführen, selbst jetzt beim Schreiben komme ich wieder voll ins Schwärmen. :-) Ich konnte es einfach nicht glauben, es ging immer weiter, Kilometer für Kilometer aber auch ein wenig die Zeit im Nacken. Wichtiger als das Biken ist dann natürlich doch die Familie und so hieß es für mich langsam an den Rückweg denken.
IMAG0304Nach 2 Stunden und Kilometer langen Trails an der Isar entlang nach oben oder unten (hmmmm, von welcher Richtung sieht man das da eigentlich), hab ich mir eine Brücke gesucht, um auf der anderen Seite wieder zurückzufahren. Stefan befand sich in einem Märchen, auf der anderen Seite der Isar, dasselbe in Grün. Oh was war ich glücklich, was hat das für Bock gebracht, eine wunderschöne Natur dort.
Um das Dauergrinsen aus meinem Gesicht zu bekommen, hat es mir doch tatsächlich 500 Meter bevor es wieder ins Stadtgetümmel ging am hinteren Laufrad eine Speiche zerlegt. Kurz runter vom Rad, Speiche befestigt, für ein paar Kilometer Radweg ist das kein Problem.
Am Nachmittag wollten wir in die City von München, blieb aber das Problem Speiche im Hinterkopf. Für Samstag habe ich ja auch noch eine Bikerunde vorgehabt also, was tun. Ersatzlaufräder standen ja zu Hause im Keller. Wieder Norman angeschrieben, ich benötige einen vernünftigen Bikeladen in München. http://www.feine.de/ http://normancarl.blogspot.de/
Kam natürlich schnell eine Antwort, fährst nach Feine Fahrräder (www.feine.de) zum Frank der macht dir das bestimmt fix. Nachgeschaut und buuuuuurner, fast um die Ecke, gerade mal 4 Kilometer. :-)

IsartrailsSamstagmorgen Hinterrad ausgebaut und ohhhhhh, das wird peinlich, ich habe noch nie ein Bike bzw. Laufrad dreckig weggebracht. In dem Hotel gab es in der Tiefgarage nicht wirklich eine optimale Reinigungsmöglichkeit. Also hin zu Feine Fahrräder und mit dem dreckigen Laufrad und meinem Problem rein in den Laden. Ich musste einen kleinen Moment warten und habe mich derweil umgesehen.
Mega Laden ob Bikes oder Zubehör, da bekommt MANN immer so ein schönes Kribbeln. :-) Pokale etc., aus dem Laden raus wird auch an Rennen und vielen weiteren Dingen teilgenommen. Jetzt kommt aber der Kracher, der Laden war mehr als nur voll, Telefon, Kunden, der eine wollte dieses und der andere wollte das und trotzdem alles völlig nett und mit einem lächeln im Gesicht. Ich beschreibe es mal so, ich hätte wohl den Laden wohl mit Nerven Kollaps abgeschlossen. Nach der Frage, ist das hier denn immer so kam als Antwort, naja es gibt halt diese Tage. :-) Ich denke Feine Fahrräder wird da schon eine Top Adresse sein, sonst würden den Laden nicht so viele aufsuchen.
Nun wieder zu meinem dreckigen Laufrad und Problem. Mit einem Lächeln abgenommen, bekomme ich hin aber dauert ein wenig aber du magst hier ja noch Biken, ist nachher fertig. Tatsächlich war es wie zugesagt fertig und das, obwohl der Kollege in der Werkstatt nicht da war und wirklich Ausnahmezustand mit Kunden bestand. Als ich kam, waren wieder zig Leute da und dazu natürlich auch noch meiner einer. Zwischen dem ganzen Stress und der Hektik kam mal kurz gerufen, dein Laufrad ist fertig, bähhhhmmmm lächeln ins Gesicht. :-) Bezahlt, mich vielmals bedankt und ab zurück zum Hotel. Wenn ich mal wieder in München bin, Feine Fahrräder wird wieder besucht aber hoffentlich nur mal zum Quatschen und ohne schaden. :-)

@Norman: Danke für diese klasse Empfehlung. :-)

Mit dem jetzt wieder funktionierenden Laufrad konnte ich am Samstag dann nochmals die Isartrails in vollen Zügen genießen. Ich bin einfach die Runde vom Vortag entgegengesetzt gefahren und ebenso voller Bike Genuss zu 100 %. Ich hätte dort noch zig Stunden mehr verbringen können denn Möglichkeiten gibt es dort ohne ende.

Ich werde auf jeden Fall nochmals zum Biken nach München fahren und vielleicht klappt es dann auch mit Norman.

Sonntag ging es dann weiter nach Schweinfurth zu freunden, wo nur ein wenig Biken auf der Straße angesagt war. Montag hatte unser geliebter Harz uns dann wieder.

Team ProwellAls Erstes fange ich mit einem Sorry und einem Danke an.

Sorry, das wohl einige etwas ange….. waren, dass ich am Sonntag früh nicht ganz so gut drauf war. Wir hatten familiär eine nicht ganz so erfreuliche und schwierige Nacht und auch ich kann nicht immer mit einem Lächeln zur Rennstrecke kommen.

Danke an das gesamte Team PROWELL Germany für das komplette erscheinen am Samstag zum Fototermin. Ein tolles Team mit noch tolleren Menschen hat sich nun zusammengefunden und ich bin sehr froh ein Teil davon zu sein. Danke an Frank von Schliesser-Bike für das Zelt und Ralph für deine Hilfe. Danke an Drea und Markus Nothrof für die mehr als nur gelungenen Bilder und die mühe, die sich die beiden gegeben haben. Danke auch für die helfenden Hände aus dem Team beim Event auf und Abbau.

Ein weiterer Dank geht an die Firma Protective für die sehr gelungene Teambekleidung. Auch mit der Funktionalität der Bekleidung sind alle richtig zufrieden. Bis auf 2 negative Meinungen zu unserer neuen Bekleidung gab es sonst nur positive Rückmeldungen was uns bestätigt, alles richtig gemacht.

Nun zum Rennen. Frühs noch überlegt überhaupt zu starten bin ich erstmal los mich alleine warmfahren den Kopf ein wenig frei bekommen. Das hatte recht gut geklappt und viel auch durch den verspäteten Start etwas länger aus. :-)

Die ersten 3 Runden hatte ich mir anvisiert in ca. so zu fahren wie im letzten Jahr. 2014 bin ich allerdings nur 3 Runden gesamt gefahren. Der Start war bei mir wie immer recht mäßig, bin aber den ersten steilen teil sehr gut in meinem Rhythmus hochgekommen. Die top Leute vorne waren natürlich schon längst weg. Für mich hieß es aber mein Ding fahren, 5 Runden sind in Bad Harzburg sehr sehr lang. Irgendwann kamen dann die fixen Jungs von der Mitteldistanz angeflogen. Hier kann ich jedenfalls für mich sagen, im Downhill fahren sie mir nicht weg, da musste ich sogar des Öfteren Bremsen. Ist aber eigentlich egal, zeit wird den Berg hinauf gemacht. :-)

Dieses Mal waren auf jeder Runde mehr stürze und platten zu sehen als in den letzten Jahren, allerdings ist wohl bei allen nichts Schlimmeres passiert.

Zum Ende der 2 und in der 3 Runde konnte ich doch noch einige Fahrer überholen, obwohl das Feld auf der großen Distanz doch recht übersichtlich war. Die vierte Runde wurde dann recht einfach und so war ich auch nicht mehr so wirklich mit den Gedanken beim Rennen. Ende der 4 Runde ist mir auf dem Wiesenstück Kaffee Goldberg das Vorderrad weggerutscht und zack hab ich schon gelegen. Netterweise die linke Schulter, die rechte, war ja lädiert von der Woche zuvor. So war wenigstens ein Gleichgewicht hergestellt. J Recht schnell wieder aufs Rad und über mich selbst ärgernd bin ich 300 Meter weiter unten gleich wieder gestürzt und ab da war ich vom Kopf aus dem Rennen ganz raus.

Aufhören steht ja nicht zur Debatte also hieß es noch die 5 Runde fahren aber in sinnig und ende Fahren für Punkte im Harzcup. Die 5 Runde konnte man dann wirklich als bummelrunde abhaken aber das war mir an diesem Tag dann doch recht egal.

Der 6 Platz in meiner Klasse stand am ende zu buche, leider waren aber auch auf der Langdistanz extrem viele Fahrer unter DNF raus.

Der Abbau war mit den Jungens vom Protective NRT Team und der RSG auch wieder sehr spaßig.

@Fabian: schön das du an diesem Wochenende bei uns warst.

Happy, Doris gleich mal aufs Treppchen gefahren. :-)

Nächstes Rennen Braunlage und mal sehen, was da die Langdistanz so hergibt.

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