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Lange her

Monatsarchive: Juli 2011

Am Sonntag nach dem Albstadt Marathon ging es dann weiter nach Bad Goisern. Nachmittag angekommen hieß es dann schnell die Unterkunft beziehen und noch für eine Abkühlung an den Hallstätter See fahren. Dort sind wir dann ein wenig

geblieben. Auf dem Rückweg haben wir bei Matthias, Sabine und Kindern einen Zwischenstopp eingelegt. Wieder in der Unterkunft angekommen waren auch Dirk und Annette mit dem Auspacken fertig und schon unterwegs. So haben wir dann ein wenig den Tag ausklingen lassen denn für Montag und Dienstag stand noch Training an. 
Montag früh ging es dann erst mal auf den Start der Trophy-Strecke durch Bad Goisern und dann den Raschberg hoch. Bei morgendlichem Nebel und leichten Nieselregen fuhren wir über den Rehkogl bis zur Spitze vom Raschberg die 850 hm rauf. Oben angekommen ging es dann auch schon wieder runter, wobei wir bei aufklarendem Wetter die ersten schönen Blicke in die Berge erhaschen konnten.

Runter ging es dann Richtung Weißenbach und von dort den kürzesten Weg Richtung Bad Goisern. Da wir früh wieder zurück waren, hieß es einen weiteren schönen Tag verbringen. Dienstag früh sollte der Wecker dann ein klein wenig früher klingeln, wir wollten ein Stück des letzten Trophyteiles abfahren. Auf ging
es dann die Straße entlang zum Salzberg, der beim Rennen nach 145 km kommt. 13 Kehren geht es dann 540 hm bergauf, wobei das letzte Stück bald 30 Prozent auf Asphalt hat. Oben sind wir dann erst in die falsche Richtung gefahren, was allerdings für einen schönen Ausblick sorgte. Wieder zurück und in die andere Richtung eine ganze Ecke bergab und dann einen schönen langgezogenen Schotteranstieg mit 650 hm
zur Roßalm hoch. Oben angekommen, wurden wir erstmal von zwei hübschen Heidis begrüßt von denen wir kühle Apfelschorle serviert bekommen haben. Nach ein bissl Quatschen und Erholung ging es dann mit einer wunderschönen Aussicht runter zum Gosausee. Von dort aus ging es dann auf der Straße zurück nach Bad Goisern. Nachmittags sind Matthias und ich dann mit den Kindern ihre Strecken abgefahren. Mittwoch sollte es schön werden und für den Tag haben wir gleich Baden am Wolfgangsee geplant. Am Donnerstag hieß es dann, einen schönen Abend bei Karl-Peter und seiner Frau Marion in Gosau zu verbringen. Karl hatte vorher schon als Überraschung bei uns in der Unterkunft vorbei gesehen. An diesem super Grillabend haben wir uns dann alle ein wenig näher kennengelernt, da einige sich nur übers Internet kannten.

Christian Deike und Familie waren an diesem Abend leider noch nicht dabei. Matthias, Sabine und Kinder, Dirk, Annette, Lisa, Celina und ich sind herzlich von allen Empfangen wurden. Ralph war auch schon mit seinem Sohn und dessen Freundin dort und zu meiner Überraschung auch Marco, den ich bisher auch nur über seinen Blog kannte. Nach viel fachsimpeln über die Strecke und jede Menge Gesprächen über Räder etc. sind wir dann gegen 23 Uhr wieder alle zu unseren Unterkünften. Freitag früh sind wir mit den Kindern noch einmal die Strecke vom Kinderrennen abgefahren. Danach ging es mit allen gemeinsam ins Zentrum, wo auch Nicole, Steffen und Lynn mit dabei waren. Die Drei sind am Donnerstag noch angereist. Am Freitagabend hieß es dann früh ins Bett gehen, da um 5 Uhr der Start der A-Strecke anstand. Nachts wurde nur nochmal kurz aufgestanden, um etwas zu essen. Räder waren fertig, also konnte es Samstag losgehen.

Der Knaller war natürlich, das Karl, Ralph und Marco morgens um 5 Uhr mit am Start standen, obwohl sie ja ihren Start selbst auch um 11 Uhr auf der D-Strecke mit 53,5 km hatten. Steffen und Chris sind auf der C-Strecke mit 73,6 km gestartet. 

Matthias kam nach einer absoluten super Zeit von 13 Std. und 12 min. ins Ziel, wo ich meinen Hut vorziehe. Nach 20 km hatte er zwar auch einen Sturz, kam aber den Rest gut durch und hat für sich alles richtig gemacht.
Jetzt die Woche nach dem Rennen merkt er die folgen seines Abfluges aber trotzdem. An diese Zeit wäre ich unter normalen umständen im Leben nicht ran gekommen. 211 km und 7175 hm mit einem 16er Schnitt, ist eine starke Leistung. RalphChris und Marco sind auf ihren Strecken auch super durchgekommen, die entsprechenden Berichte könnt ihr in ihren Blogs nachlesen. Schaut einfach mal bei den dreien rein.


Steffen kam natürlich auch glücklich von seiner C-Strecke ins Ziel. Seine Vorgabe von unter 6 Stunden hat er auf der 71,9 km langen mit 2355 hm gespickten Strecke geschafft. Nach einer Zeit von 5 Std. 50 min. kam er heile und geschafft im Ziel an. Ich war darüber am glücklichsten, denn ich habe ihn eigentlich dazu genötigt, bei der Salzkammergut-Trophy zu starten. Das ist ein ewiges Hin und Her beim Letzten anstieg am Harzcross-Wochenende. :-))))))))))))) Sichtlich geschafft bin auch ich auf der A-Distanz nach
über 16 Stunden im Ziel angekommen. Bei den ersten beiden Zeitlimits lag ich noch gut eine Stunde drunter und war mit zwei Bulls Fahrern unterwegs. Diese sind nach knapp 15 Stunden im Ziel angekommen. Als es das zweite Mal Richtung steile Wand ging, hat mich wieder das Pech verfolgt. Auf der Abfahrt komm ich um eine Ecke und dort liegen 4 Fahrer der Kurzdistanz.
Da es auf dem engen Stück nicht wirklich viele ausweich Möglichkeiten gab, hieß es für mich den Lenker rumreißen und mit der rechten Seite in die Steinwand krachen. Die beiden anderen A-Strecke Fahrer hinter mir hat es schlimmer getroffen. Für die beiden war da das Rennen zu Ende. Der Fahrer nach mir ist nach Links ausgewichen, was eine heftige 8 im Vorderrad nach sich zug und der nächste Fahrer hat sich beim Ausweichen das Schaltwerk abgerissen. Mit schmerzen bin ich wieder aufs Rad und einige Meter weiter konnte ich mich schon wieder aufregen. Fahrer der Kurzdistanz halten mitten auf der Strecke, steile Wand etc. an um Fotos zu schießen. Ein absolutes NO GO, denn dadurch wurden heftigst andere Fahrer behindert.
Nach dem ich mich wieder ein wenig an die beiden Bulls Fahrer rangezogen habe wurden die Schmerzen auf der rechten Seite immer heftiger. Bis km 150 hatte ich dann schon zwei Schmerztabletten intus. Das Ganze hatte mich immer mehr geärgert den bis zum Zeitlimit 15.45 Uhr habe ich nochmal Zeit rausgefahren. Unten am Salzberg angekommen musste ich mir  nochmals zwei Schmerztabletten von Lisa geben lassen, da es immer schlimmer wurde. Von da an hieß es für mich immer mehr kein Rennen zu fahren, sondern irgendwie nur noch die nächsten Zeitlimits zu schaffen und ins Ziel zu kommen. Ich habe mir immer 10 km vorgenommen, wie ich diese bewältigen muss, um die nächsten Punkte zu schaffen. Gosau-Hintertal war mein Zeitpolster dadurch mittlerweile auf knapp eine halbe Stunde gesunken und an dem letzten großen Anstieg habe ich nochmals von einem Mitstreiter der auch aus unserer Unterkunft war zwei Schmerztabletten bekommen. Das letzte Zeitlimit habe ich dann um kurz nach 20 Uhr erreicht, wo es eine viertel Stunde später geheißen hätte, hier ist Schluss. Da mir durch die Anstrengungen gemischt mit Schmerztabletten teilweise schwindelig wurde, habe ich dort 20 min auf den Schlussfahrer mit dem E-Bike gewartet. Mit ihm bin ich dann gemeinsam Richtung Ziel, was mir einfach sicherer erschien, da ich mit den Schmerzen nicht mehr wirklich klarkam. Für mich hieß es dann, ich habe dieses Rennen geschafft, denn bei jedem anderen Rennen wäre ich wegen der Schmerzen ausgestiegen.

Am Sonntag war dann das Kinderrennen, bei dem Celina auf dem 9 Rang ins Ziel kam. Ab da hieß es für uns noch ein wenig Urlaub machen und so haben wir noch die Zeit bis Mittwoch in Bad Goisern genossen. Am Dienstag sind wir dann noch mit Familie Deike hoch gegenüber dem Dachstein. Dort haben wir uns die Mammut und die Eißhöhle angesehen und nochmals einen wunderschönen Tag verbracht. Die Aussichten da oben waren der Hammer und von den 5 Fingers konnte man einige Teile der Trophy-Strecke sehen. Wieder zurück in Deutschland bin ich dann Freitag doch mal zum Arzt, da meine rechte Seite immer mehr Farben angenommen hat. Mein Arzt meinte als Erstes nett zu mir, wie man so bescheuert sein kann so noch 120 km weiter mit dem Rad zu fahren. Überweisung ins Krankenhaus und da dann das übliche. Röntgen, Ultraschall und CT sollten es werden. Das Ergebnis meines Sturzes, Rippenanriss und Riss der Unterhaut am Beckenkamm mit viel Flüssigkeitsansammlung was
die Schmerzen verursacht. Gestern die geplante RTF sollte ich noch sein Lassen aber Montag kann ich ruhig wieder aufs Rad. Mit den Schmerzen werde ich aber noch ein wenig zu tun haben, bis sich die Flüssigkeit zurückgebildet hat. Für das 24h Rennen steht aber nichts im Wege.

Viele sehr schöne Bilder und Impressionen auf Picasa.



dieses Rennen werde ich mir wohl nicht noch einmal antun. Ich wusste zwar von Dirk aus dem letzten Jahr, das es voll sein wird, aber wie schlimm es auf der Strecke werden sollte haben wir in diesem Jahr zusammen erlebt. Gestartet sind wir im Block D und das auch noch so ziemlich weit hinten, was für uns hieß weit über 1000 STARTER vor uns. Erstmal klingt das ja nicht so wild, da in Blockabständen von 5 min gestartet wird aber diese 5 min. sind auch sehr fix weg.

In den ersten Kilometer hieß es erstmal sich durch den eigenen gestarteten Block zu wühlen, was nicht wirklich leicht war. Nach den ersten 10 Kilometern kamen dann auch schon Fahrer der Blöcke C und B in das Fahrerfeld. Beim Überholen kamen uns heftigste Beschimpfungen zu Ohr, was alles nicht einfacher machte. Das ging eigentlich vom Start bis Ziel kpl. so durch. An einem knackigen Anstieg nach über 40 km kam für mich mal wieder eine nicht so schöne Erfahrung. Dirk fährt an einem Mädel rechts vorbei, und als ich genau neben ihr war, geht ihr durch falsche Gewichtsverlagerung das Rad vorn kpl. hoch. Natürlich musste sie nach hinten runter, allerdings ist ihr Rad nach rechts umgeschlagen. Das ganze Rad hat mich getroffen und ich hab natürlich auch auf der Klappe gelegen. Ziemlich bedient hab ich mich wieder aufgerafft und bin aufs

Rad. Nach der nächsten Abfahrt habe ich dann festgestellt, dass sich nun auch noch der Zug vorn am Umwerfer kpl. gelöst hat. Das hieß dann für mich, die Letzten über 30 km nur vorn auf dem kleinen Blatt zu fahren. Da ich die XX 10-Fach fahre der absolute Horror. Bergauf kein Problem aber geradeaus und bergab rollt das Rad schneller als man treten kann. Um zu verdeutlichen was auf der Strecke so los war hier ein gutes Beispiel. Dadurch das ich kein Tempo mehr machen konnte bin ich natürlich auch 5 min. nach Dirk ins Ziel gekommen. In dieser Zeit haben sich aber fast 80 Fahrer zwischen uns gesetzt. Dirk und ich könnten Beispiele von Beispielen erzählen aber hier noch eines. An einem der letzten steilen Anstiege fahre ich auf drei schiebende des B Blocks ran und  sage Vorsicht Mitte. Darauf dreht sich einer um und sagt zu mir, nun bleib mal locker. Ich musste auch absteigen und hinterher schieben. SUUUUUPER. Am Abend hab ich dann mal nachgesehen, wie die Leute alle in die vorderen Blöcke gekommen sind. Das ging durch eine Fahrzeitangabe von 3 Std. 30 min. Ich hab mir einige Nummern rausgesucht und festgestellt, dass sie letztendlich Zeiten von über 5 Std. 30 min. hatten. 
Dirk kam mit einer Zeit von 4 Stunden auf dem Gesamtrang 469 ins Ziel und in seiner Klasse auf Platz 201. Bei mir war es dann der 543 Gesamtrang und der 172 Platz in meiner Klasse. Mehr bzw. weiter nach vorn fahren ist dort absolut nicht möglich. Auf der Strecke von 86 km haben wir somit irgendetwas zwischen 700 und 800 Starter überholt. Davon gab es bestimmt 200 bis 300 Beschimpfungen. Am Start waren weit über 2000 Biker. Schade für das Allgemeine, denn die ganze Rennveranstaltung ist sonst der absolute Hammer. 
Celina kam am Vortag in ihrem Kids Cup Rennen auf dem 5 Platz ins Ziel, worüber wir uns wieder sehr gefreut haben.

Picasa-Pics 

geplant war es aber eigentlich ein wenig anders. Ich wollte ja im Gegensatz zu letztem Mal entweder mehr Kilometer oder mehr Höhenmeter machen, leider war beides durch meinen schmerzenden Oberschenkel nicht möglich. So sind es dann zum Ende knapp 211 km und 1600 hm geworden. Der  starke Wind hat allerdings 
dafür gesorgt, dass einem die 1600 hm vorkamen wie 3500 hm. Wie immer natürlich von allen Seiten und nur selten kam er von hinten. Teilweise kamen auch wolkenbruchartige Regengüsse runter, die durch den Wind aber immer nur kurz angehalten haben. Da nicht in den Harz, war der weitere Vorharz geplant über Wald, Feld, Wiesen und Radwege. Zum Schluss standen auch 50 km Straße Asphalt auf der Uhr. Da ich eigentlich bei der Distanz keinen Plan hatte wohin überhaupt, ging es erstmal über die Felder Richtung Lautenthal und dann übern Berg nach Seesen. Von dort aus grobe 
Richtung Hildesheim über Feldwege und was es noch so gibt. Auf dem Weg dorthin liegt Bad Salzdetfurth wo ich einen kleinen Abstecher über die Cross-Country Strecke gemacht habe. An Hildesheim vorbei Richtung Peine und dann Salzgitter. Wenn man quer über die Feldwege ballert, kommt man durch kleine Ortschaften durch, die Namen habe ich vorher noch nie gehört. :-)
Eine große Schleife in Richtung Salzgitter und da habe ich schon von weiten den großen Maltzurm von meinem Arbeitgeber Cargill gesehen. Dorthin bin ich zu der Brücke, von wo aus man schön die Hafenanbindung unserer Firma sehen kann. Es hat sich 
gut gepasst denn so konnte ich gleich mal ein Bild für Lisa knipsen. Die hat sich immer gewundert, dass Salzgitter bzw. die Firmen dort eine Hafenanbindung haben. Die Stadt ist durch einen Stichkanal mit dem Mittellandkanal verbunden. Von dort aus weiter über Feld und Wiese Richtung Wolfenbüttel und von dort querbeet grobe Richtung Heimat. Als ich in Weddingen ankam, hatte ich auf meinen Schultern den guten Engel und den schlechten Teufel sitzen die miteinander gefachsimpelt haben. Der Teufel war der Meinung, komm grade aus durch und in einer Viertelstunde bist du zu Hause. Oh man, war das verlockend, es gab ja die direkte Durchfahrmöglichkeit. Dann kam aber der fleißige Engel zu Wort der meinte Kollege nichts da, es stehen erst 180 km auf der Uhr da wird noch eine Schleife gedreht. Naja, die Schleife hab ich dann auch gedreht und dabei Richtung Hahndorf Annette getroffen, die viel zu lange gearbeitet hat. Nach einem kleinen Plausch bin ich dann weiter über Jestedt, Langelsheim, Astfeld nach Hause. In Langelsheim gab es an der Tanke aber wieder ein aufbauendes RedBull. Zu Hause hat mir mein Schatz dann eine supergroße Portion Rührei mit lecker Selbstgebacken Brot gemacht.

Noch etwas recht Witziges zum Schluss. Vom Autofahren her kennt man ja immer diese netten Wohnmobile, die an den kleinen Parkplätzen stehen, wo der Herr sich teilweise vergnügen kann. Mit dem Rad unterwegs denkt man(n) (ich) da natürlich anders. Komme in Salzgitter den Radweg lang und denke, oh super ein Wohnmobil, kannst dahinter ja mal schnell Pinkeln. Als Radfahrer hab ich dieses Wohnmobil natürlich ganz anders gesehen und dachte, Urlauber sind bestimmt ein wenig die Beine vertreten. Naja, ich also bei meinem kleinen Geschäft, als rechts hinter meiner Schulter das Fenster runter gekurbelt wird und die Frage kommt. Hey, du bist ja knackig, magst nicht rein kommen. Und in diesem Moment hat es klick gemacht, ne ne ne nix Urlauber. Ich also fertig und ich habe ja immer eine spontane Antwort auf lager und die war der Hammer. Sorry, aber selbst mit 18 wäre ich früher keine 150 km Rad gefahren um Sex zu haben. Auf den nächsten Kilometern drüber nachgedacht, fand ich diese Antwort auch besser wie einfach zu sagen, ne bin verheiratet. War übrigens ein sehr hübsches Mädel, umso trauriger das Sie diesen Job macht. 

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