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Lange her

So in der Art kann man das wohl nennen denn dort habe ich so noch nie gestanden.

Neben dem Team PROWELL-Germany, für das ich fahre, bin ich in dem Verein RSV Adler-Goslar.

???????????????????????????????Dieser veranstaltet jedes Jahr die Oberharzer Adlerrunde als RTF/Radmarathon. 2-mal selbst schon mitgefahren hieß es am letzten Wochenende, als Helfer vor Ort zu sein. Das Wochenende war für mich rennfrei, Lisa und Celina hatten auch was vor und helfende Hände werden ja immer gebraucht. :-)

Eine Einteilung aller Helfer, wie, was, wo und warum, :-) gab es schon vorab per Email, in der alles genaustens durchgeplant war. Jetzt hinterher kann ich sagen, bei solch einer großen Veranstaltung ist das bitter nötig, sonst ist das alles gar nicht zu bewerkstelligen. Kein wunder, dass es zwecks dieser Planung eigentlich 12 Monate bedarf. Nach der RTF geht dementsprechend schon fast wieder die Planung für das nächste Jahr los. Das alles passiert unter den Augen von Thorsten Ostrowski und Matthias Rami, bei denen ich gar nicht wissen möchte, wie viel Zeit dafür im Jahr so drauf geht.

Bei den ganzen Rennen halte ich an den Verpflegungen ja nie an, da wir immer unsere eigenen Support-Damen dabei haben. Ein Auge wirft man trotzdem immer auf die Tische oder hat ein nettes Wort übrig, wenn einem etwas gereicht wird. Was aber genau dieses Anreichen oder auch füllen der Tische heißt habe ich jetzt selber miterleben dürfen.

Bei herrlichen Temperaturen früh morgens um 5 Uhr aufgestanden war ich um 5.30 Uhr schon in der Baßgeige, um als Parkplatzeinweiser zu helfen und es sollte ein sehr warmer Tag werden. Obwohl auch viele Velo-Fahrer in der Turnhalle, im Zelt oder im Wohnmobil übernachtet haben, war am Morgen ein ganz schön großes Verkehrsaufkommen in der Baßgeige. Zum ersten Start, der um 7 Uhr stattfand, wurden schon die Zahlen der insgesamt angemeldeten Fahrer und Fahrerinnen auf über 700 geschätzt.

IMG-20140723-WA0000Wie in jedem Jahr wurden wieder 5 verschiedene Streckenlängen angeboten, die 110 und 225km Distanz sogar als geführte Tour.
– 75km – ca. 1200hm # – 110km – ca. 1800hm # – 150km – ca. 2500hm # – 225km – ca. 3900hm (Marathon) # – 260km – ca. 4500hm (Club-4000-Marathon)

Im Stundenrhythmus gingen also ab 7 Uhr die Strecken auf große fahrt. Den Start des Marathon und Club-Marathon habe ich mir noch angesehen und dann ging es für Jürgen Motzkau und mich hoch nach Clausthal. Friedel Herberger und Klaus-Dieter Dannemann waren schon oben vor Ort beim THW-Clausthal. Dieser gibt in jedem Jahr immer einen Teil der Fahrzeughalle frei, damit die Teilnehmer vernünftig versorgt werden können. Friedel und Klaus haben am Morgen schon ihre Autos vollgepackt mit allem was für die Verpflegungsstelle Clausthal zugeteilt war. Ihr könnt mir glauben, das war eine ganze ganze Menge denn bei uns in Clausthal kamen auch alle strecken vorbei.
Alles zusammen ausgepackt, aufgebaut, Schneidebrettchen raus und und und. Nach einem kleinen Päuschen hieß es dann, Vorbereitung auf den ersten Ansturm. Riegel, Brezeln, Kuchen, Riegel, Bananen, Melone, Kuchen, Kräcker alles war vorhanden.

AR_2014_Impressionen_010Für uns Helfer hatten die Frauen am Morgen sogar schon Verpflegungstüten gemacht, danke dafür. wp-monalisa icon Isotonische Getränke in großen Tonnen wurden angemischt, Wasserkanister wurden gefüllt und weiter hieß es schneiden, schneiden, schneiden und immer wieder schneiden. Ich habe in meinem ganzen Leben noch nie so viel Melone, Bananen, Äpfel, Kuchen und Riegel geschnitten, am Nachmittag haben Friedel und Klaus auch mit Schmalzbroten für die Marathonfahrer losgelegt. Die Tische waren nun mit allerlei gedeckt und Jürgen hatte schon über 100 Becher mit Getränken gefüllt.

Langsam kamen dann die ersten vereinzelten Fahrer, 2 kleinere gruppen und dann ging es los. Wooooooommmmm, halt dich fest, wo kommen die denn alle her. Bei unserer Verpflegung kamen ja alle gruppen vorbei und die kürzeren Distanzen ca. auf 2 – 6 Stunden verteilt (die Marathonfahrer kamen dann erst Nachmittag). Die ersten 2 – 3 Stunden waren aber der BURNER, Becher füllen, Flaschen füllen, Wasser holen, Iso mischen, auspacken, schneiden, schneiden, schneiden.
Ich werde demnächst mal bei den Kochprofis RTL als professioneller Obstschneider eine Bewerbung abgeben. :-)
Bei mir hat es gut geklappt das ich mit dem schneiden recht fix nachkam aber Jürgen, Friedel und Klaus haben im LAUFSCHRITT die Wasserkanister gefüllt, gemischt und alles was kam gefüllt. Mittlerweile waren ja auch 30°C und alle Fahrer/innen hatten mächtig Durst.
AR_2014_Impressionen_035Ich muss wirklich sagen, das war Stress pur aber sehr positiver Stress. Man hat nicht eine Sekunde Ruhe gehabt, sondern hat nur zugesehen, das jeder der kam auch von allem die Auswahl hatte. Viele bekannte Gesichter kamen auch vorbei und beim Schneiden konnte ich so zwischendurch immer ein Wort mit Leuten wechseln, die ich kannte.
Es gab Teilnehmer die nur 5 min bei uns waren aber auch Teilnehmer, die sich wirklich auch ein wenig Zeit genommen haben, es war ja auch kein Rennen. Auch dabei kamen tolle Gespräche zusammen und auch erstaunen, wo die Leute für eine RTF so alle herkommen.
Das aller Schönste für mich waren aber immer wieder die Danksagungen und das Lob. Das ging den anderen aber genauso. Mit der Strecke hatten wir ja eigentlich nichts zu tun aber an der Verpflegungsstelle haben wir wirklich alles gegeben. Mit der tollen Strecke gebe ich hier natürlich gerne noch mal schriftlich an die verantwortlichen weiter. ;-)
Es ist so geil in fröhliche und glückliche Gesichter zu sehen bei Menschen die einfach nur spaß auf dem Velo haben wollen. Auch wenn die Gesichter immer wieder ganz schön fertig ausgesehen haben, wenn sie aus den Pedalen geklickt sind, die Hitze, die Strapazen, die Höhenmeter, die Kilometer, bei uns konnten das alle für einen ganz kleinen Moment vergessen.
Nicht ein, wirklich nicht ein einziger Fahrer oder auch Fahrerin hat gemeckert, sich beschwert oder Sonstiges. 4 oder 5 Fahrer hatten sich ein klein wenig verfahren, da ein Schild gedreht wurde aber auch diese haben das mit einem lächeln im Gesicht gesehen.
Auch als die Marathonfahrer kamen, kein anderes Bild, alle freundlich und alle mit einem lächeln im Gesicht. Allerdings hat man hier doch gesehen, was die Strecke auf den beiden Langdistanzen von den Leuten abverlangt. Viele waren vor allem durch die Temperaturen sehr gezeichnet aber auch in diese Gesichter haben wir mit vielen lustigen Sprüchen wieder ein Lächeln ins Gesicht bekommen.
AR_2014_Impressionen_027Hier muss ich jetzt noch mal auf das schon oben angeschnitten Thema zurückkommen. Wir hatten ja nun wirklich schon stress pur aber ich stelle es mir bei einem Rennen jetzt noch viel schlimmer vor. Da halten ja sehr viele nicht an, sondern da wird zusätzlich noch angereicht, da ist noch mehr zu tun und so was wird alles von freiwilligen gemacht. Ich hatte vorher immer schon riesen Respekt vor diesen ganzen Helfern, jetzt habe ich noch viel mehr davon und ziehe meinen Hut vor diesen ganzen Menschen. Ich fahre ja an diesen Verpflegungen immer vorbei aber ich schaue immer in fröhliche und nette Gesichter und diese Menschen haben grundsätzlich ein Wort oder ein Lächeln zur Anerkennung verdient.

Ich habe da mal ein Beispiel vom Spessart-Marathon Framersbach. Ende Verpflegung fahre ich an einem Fahrer vorbei, bei dem ich gesehen hatte, er hatte den Becher nicht richtig gegriffen und fallen gelassen. Ich höre, wie er sich doch recht laut einige Worte in den nicht vorhandenen Bart nuschelt. Diese blöde Kuh, zu dämlich einen Becher zu geben. Da hab ich ihm dann erstmal gefragt, was er denn überhaupt für ein Arschloch sei und wenn er zu dämlich ist, einen Becher zu nehmen müsse er halt anhalten. Wegen solch ………… wie dir haben immer weniger Leute lust bei so was zu helfen und halt jetzt bloß abstand zu mir, waren meine weiteren Worte.

Egal wie es euch geht, schlechter Tag, schlechte Beine, schlechte Nacht, schlechter Sex, oder oder oder, alles egal. Denkt immer daran, diese Leute stehen da freiwillig, und zwar für euch.

Selbst ich hab schon ganz gut gepustet aber Jürgen, Friedel und Klaus sind auch noch ein paar Jahre älter als ich, für die war solch ein langer Tag noch viel anstrengender. Von morgens teils 5, 6 oder 7 Uhr bis zum frühen Abend, einfach mal so 12 Stunden bei Bullen hitze.
Für mich war dann am Abend ende da ich noch zur Arbeit musste aber für viele andere Helfer war noch lange nicht Schluss.

Vielen dank JÜRGEN, FRIEDEL und KLAUS für dieses klasse 4er-Team (Master-Klasse) ;-) , welches wir am Start hatten. Immer wieder gerne mit euch, es hat mir mit euch mega viel Spaß gemacht.

Danke auch an die restlichen Adler für die Mühe, was ihr da im Harz wieder Großes auf die Beine gestellt habt. Schön Mitglied in diesem Verein zu sein.

Falls ich hier jetzt doch jemanden vergessen habe zu erwähnen, auch an dich einen herzlichen Dank. :-)

Danke fürs Lesen, danke das du hier warst.

Und nicht vergessen kommt 2015 in den Harz zur Adlerrunde.

Hier gibt es Bilder. sportjektiv

AR_2014_Impressionen_044

2 Antworten auf Auf der anderen Seite vom Tresen.

  • Besi sagt:

    <img class='wpml_ico' alt='http://www.bike-stefan.de/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/wpml_mail.gif&#039; src='http://www.bike-stefan.de/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/wpml_mail.gi
    Es war wieder mal eine super tolle Veranstaltung. Ob durch die Orga z.B.Thorsten, Christian,Ilona, Manni usw. den spitzen Helfern (z.B. Fam Dörr, Sonja,Georg, Anette, Ann-Kathrin usw.) einfach nur Spitze. Immer nett, hilfsbereit und vor allem für uns Guides immer zur Verfügung und kompetent wenns darauf ankam. Es war für viele ein sehr harter Tag durch die sehr große Hitze, aber wenn man die Streckenführung durch den tollen Harz fährt wird man für die Anstrengung entlohnt. Ich muß sagen ich habe wieder richtig viele tolle, nette und freundliche Menschen auf dem Rad kennen lernen dürfen.
    Werde wenn ich noch nächstes Jahr gesundheitlich kann, gerne wieder als Guide meinen Freunden zur Verfügung stehen.

    "GLÜCKWUNSCH NOCH FÜR DIE MÄDELS DIE DAS RAAM GEWONNEN HABEN, ES WAR MIR EINE EHRE MIT " VON EUCH ZU FAHREN!!
    Bis nächstes Jahr Euer Besihttp://www.bike-stefan.de/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/wpml_good.gif

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