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Juni 2017
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Lange her

Es hat sich also bewahrheitet was ich befürchtet habe. 
Vorgeschichte: Ich hatte ja in Frammersbach am 27.06 einen blöden Sturz, der einen Nieren-Riss mit sich zog und somit 2 Monate kpl. Sportverbot bekommen. Nach den 2 Monaten ging es los mit einem drei wöchigem Aufbauplan und eine weitere Woche weiter war ich wieder bei meinem normalen Wochenpensum. In dieser Zeit habe ich schon ab und zu an mir gezweifelt und habe mich gefragt, hallo wo ist die Kraft in den Beinen hin.

Die nächsten 5 Wochen bin ich dann wieder in mein normales Training eingestiegen, allerdings noch mit einigen Krafteinheiten mehr. Der Winter zwecks Vorbereitung für 2011, wird für mich gefühlt diesmal sehr lang sein. Ich wollt in der Zeit nicht schon mit dem ewigen Grundlagen geschruppe anfangen. In den 5 Wochen habe ich wieder sehr gut Kraft sammeln können und hab mich auf dem Bike auch sehr wohl gefühlt. Nebenbei zusätzlich noch Schwimmen und Laufen um die Muskulatur noch ein wenig anders zu belasten.

Gestern nach Anfang Juni die nächste Leistungsdiagnostik. Gerald msg-hannover hat mir dazu geraten um zu sehen wie ich jetzt in den Winter gehe. Er sagte mir vorher schon nichts Gutes voraus. Auch wenn ich mich auf dem Rad gut fühle werde ich sehen, dass 2 Monate Zwangspause ihre Spuren hinterlassen. Da ich aber alle Trainingseinheiten in den letzten Wochen absolut konsequent durchgezogen habe, bin ich trotzdem voll Motiviert (wie immer) nach Hannover gefahren.

Mal die wichtigstesten Daten von Juni, alles schreiben wird zu viel. Kein Limitierender Faktor, Atmung und Muskulatur zeitgleich am Ende.
Gewicht: 74,4 kg
VO2max: ml/kg 64,9
Watt max. 410 / für 26 sec.
max. Leistung W/kg: 5,4
Körperfettanteil:% : 5,9
Max. Puls 197

Laktatmmol/l  max.: 16,4


Angekommen und wie immer erst ein wenig Smalltalk, dann hieß es fertig machen und aufs Rad.
Das kpl. Programm, Sauerstoff, Warm fahren, etc. und halt den normalen Test durchführen. So Richtung 350 Watt, ging es langsam los das ich dachte achhtu Sch……. 
Bis dahin lief für mich alles eigentlich wunderbar. Das makabere daran ist natürlich, dass Gerald schon bei 300 Watt gesehen hat, dass es keine Glanzleistung geben wird. Da Laktatmessung etc. alles von einer hübschen Praktikantin gemacht wurde, konnte er sich voll auf die Bildschirme und meine Motivation konzentrieren. Ich wollt natürlich nicht wahr haben das es jetzt schon in den Beinen schmerzt und hab in die Pedale getreten wie nie zuvor. So kam es mir jedenfalls im Nachhinein vor. Aber auch die Anwesenheit der hübschen Praktikantin sollte nicht reichen und bei 390 Watt / 21 sec. war im wahrsten Sinne des Wortes der ………… ab. 
Bei der Bestpechung hinterher kam dann nun die bittere Wahrheit über die Grundsätze der Trainingssteuerung. Für mich hieß es damit, die Tatsachen auf den Tisch warum meine Leistung so schlecht war.
Daten von gestern. Auch wieder kein limitierender Faktor vorher erschöpft.
Gewicht: 74,6 kg
VO2max: ml/kg 64,5
Watt max. 390 / für 16 sec.
max. Leistung W/kg: 5,0
Körperfettanteil:% : 6,3
Max. Puls 199
Laktat mmol/l  max.: 16,1
Durch den abrupten Sportstop, fahren die Mitochondrien in der Muskulatur zurück. Das ist zwar nur einer der Punkte, allerdings bei einem Sportler der Pause macht der wichtigste Faktor. In dem Bild ist zu sehen wie sich die Leistung nach der Pause entwickelt und welche Zeit benötigt wird um wieder dort zu sein wo man mal stand. Diese Grafik gilt in diesem Maße natürlich nicht für Profisportler, allerdings geht es auch bei denen nicht von heut auf morgen. Die Vierecke zeigen die Pausenzeit und ein Monat kpl. Stillstand heißt bis zu 5 Monate um auf sein altes Potenzial  zu kommen. Natürlich spielt Trainingsintensität und Umfang eine Rolle aber einen Monat holt man nicht in zwei Monaten wieder raus. 

Ich habe das hier mal aufgeführt, da ich selbst nicht wusste, dass der limitierende Faktor die Mitochondrien in der Muskulatur sind. Das war mal so das wichtigste was ich zur Leistungsdiagnostik sagen wollte und was mich hauptsächlich zurück geworfen hat. Es ist zwar alles einfach und kurz beschrieben aber wirklich alles aufzuführen würde hier den Rahmen sprengen.

Nun heißt es trainieren um 2011 eine gute Saison hinzulegen.

9 Antworten auf Bittere Wahrheit Leistungsdiagnostik

  • Lutz sagt:

    Ach so. Jetzt habe ich Deinen Kommentar in Facebook verstanden.

    Also Du machst den Sport mit so einem Leistungszwang und um dadurch Wettkämpfe zu gewinnen. Natürlich auch weils Spaß macht, aber eher 2. Rangig?

    Ist nicht so mein Ding. Ich mache Sport nur aus Freude und Interesse.

    Aber so hast Du ja jetzt noch mehr das Ziel wieder auf den alten Stand zu kommen und das wirst Du auch schaffen.

  • scale-stefan sagt:

    Leistungszwang kann man das glaub ich so direkt auch nicht nennen. Ist ja freiwillig, aber Rückschritt ist halt immer hart. Wäre bei dir denke ich auch so, vieleicht wärst du nur nicht so stark enttäuscht.

  • Das hört sich ja nicht dolle an.Da wirst du wohl erstmal eine ganze zeit lang nur Kurbeln können.Vielleicht das eine oder abdere Event nur als training sehen und "nur" mitfahren.
    Wir sehen uns.
    Markus

  • scale-stefan sagt:

    @Markus: muss bis zum frühjahr halt fleißig sein.

  • Ich komme dann zum Kyffhäuser anfeuern ;-)

  • scale-stefan sagt:

    wenn du dort nicht fährst dann läufst du da wenigstens.

  • Thomas Förster sagt:

    Hallo Stefan….
    jetzt spürst du erstmalig was es heisst einen sportlichen Rückschritt zu erfahren. Jammer nicht, sondern mach es so wie im richtigen Leben und siehe das Geschehene als Herausforderung.
    Vergiss nicht, warum Du Sport treibst und verlier nicht Dein Ziel. Ein gesunder Geist in einem gesunden Körper…. Oder, nicht jammern sondern Arschbacken zusammen und durch!

  • @Stefan

    wer weiss was bis dahin noch so alles passiert ;-).In dem Zeitraum sind viele Veranstaltungen ;-(

  • scale-stefan sagt:

    @thomas: die motivation hab ich schon für januar mit dir die 180 km zu fahren.
    @markus: wir machen das schon.

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