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Dezember 2016
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Lange her

Tour

jesco1bevor es dann wohl endgültig flach wird. Von Bergen kann in Hildesheim nicht wirklich die Rede sein aber diese etwas größeren Hügel sorgen für heftigsten Fahrspaß.

Ich hatte ja schon mal einen Bericht geschrieben über eine mega Funrunde mit Lennard Heidenreich rings um das Salzgitter gebiet. Das war schon der Klopper aber die Wälder rings um Hildesheim haben das tatsächlich noch ein wenig getoppt.

Ist zwar schon ein wenig her aber jetzt kommt ein wenig die Zeit um berichte nachzuschreiben und diese Runde ist fest in meinen Gedanken verankert. Zu Besuch bei meinem Teamkollegen und Freund Jesco Kaczmarek, wollten wir mal gemeinsam in Jesco’s Heimrevier die Trails rocken.

jesco3Haltet euch fest, so viel Fahrspaß hat man nicht oft. Keine Frage, bei uns im Harz ist auch schön aber so viele Trails aneinandergereiht, das wird hier schon sehr schwer. Hier hat man mehr die Trails bergab und vorher bügelt man die Höhenmeter bergauf aber in den Hildesheimer Wäldern ist es ein klein wenig anders. Dort hast du einen Großteil der Trails in der Ebene die dann schön wellig verlaufen, mal kurz und knackig berghoch dann wieder gerade weiter, ein klein wenig runter usw.  aber alles auf Trails, Trails, Trails.

Zwischen den einzelnen Wäldern bügelst du mal kurz ein wenig durch die Stadt oder ein Dorf und schon bist du im nächsten Wäldchen. Von den 3 Stunden Fahrzeit habe ich gefühlte 2 Stunden 55 Minuten ein Dauergrinsen im Gesicht gehabt. Bei kälteren Temperaturen wäre das grinsen sicherlich eingefroren.

Die aneinander gereihten Hildesheimer Wälder haben aber auch alle einen Berg-Namen. :-) So haben wir hinter Groß Düngen den Griesberg gestreift was so ziemlich der größte und längste anstieg war. Vor Diekholzen war es dann der Ziegenberg und von dort ging es weiter den Turmweg hoch zum Sonnenberg. Der Turmweg, ein schönes kurzes Brett was eben mal das Laktat in die Beine donnert. Dann gab es als nächstes den Finkenberg und weiter ging es zum Osterberg und weiter zu den Giesener Teichen. Dort der Trail war sowas von unbeschreiblich genial, da haben wir gleich eine Schleife gedreht um ihn nochmal zu fahren. Oh man, da könnte man den ganzen Tag durch die Wälder Bügeln. Über den ehemaligen Truppenübungsplatz und die kleinen Wäldchen in Hildesheim ging es zurück zu Jesco. Natürlich kennt Jesco dort die ganzen Trails was den fun erhöht hat aber da gibt es wirklich Trails an Trails gereiht.

Mit vielen dieser kleinen anstiege kamen auf 53km etwas über 1000hm zusammen. Diese merkt man aber eigentlich nicht, der Spaß drückt die Höhenmeter einfach so mit weg.

jesco2Auf dem Rückweg kamen wir im Wald noch an einem Kindergeburtstag vorbei bei dem wir gleich eingeladen wurden Kekse und Bonbons zu probieren. Wir sind ja höfliche Biker und haben da natürlich unter großen auf uns ausgeübten Zwang zugegriffen. :-):-):-) Wie es der Zufall dann so wollte, hat uns die Mutter gleich erzählt, wie gerne ihr Sohn auf dem Rad sitzt und er hatte früh als Geburtstagsgeschenk ein MTB bekommen. Jesco hat dann gleich mal für den Bike- und Outdoorpark in Bad Salzdetfurth Werbung gemacht. Da könne sie mit dem kleinen hinfahren, da hat er spaß und kann lernen.

Bei Jesco gab es dann zum krönenden Abschluss eine riesen Portion Nudeln zubereitet mit viel Liebe von seiner tollen Ehefrau. Nicht zu vergessen ein schönes großes Erdinger Alkoholfrei dazu.

Dieser wirklich schöne Nachmittag wurde dieses Jahr in meinem Kopf unter der Rubrik Highlights abgespeichert. Wiederholung für 2017 programmiert und nicht nur 1-mal, das steht für mich definitiv fest.

Hier auch nochmal vielen Dank für diesen schönen Nachmittag an Familie Kaczmarek in der schon der Sohnemann auf Vatis Biker Fußstapfen vorbereitet wird. Die Tochter braucht noch ein kleines Bisschen aber auch da wurde im Urlaub schon vorgesorgt. :-):-) Ein Mega Bike, da würde ich gerne nochmal Kind sein. :-)

Euer Stefan

            

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Dirk schläft noch.

Vor 2 Jahren war nach einem Hundecrash bei 220km Ende des Harzrundweges und somit hatte ich mit dem Harz noch eine Rechnung offen. Da ich momentan aus gesundheitlichen Gründen immer noch keine Rennen fahren darf war der Zeitpunkt für den nächsten angriff perfekt.

Schönerweise auch nicht allein was alles ein wenig angenehmer macht. Das Telefonat wie Dirk zu der ganzen Sache kam, möchte ich hier noch kurz anfügen.

Ich wusste, Dirk seine frau fährt das Wochenende mit einigen anderen Frauen von Freitag bis Sonntag weg. Dirk hatte vor 14 Tagen zu mir gesagt, an dem Wochenende können wir dann eine größere Runde drehen. :-)

Anruf bei Dirk am Montag.

Ich:    Hallo Dirk, wir fahren Samstag eine größere Runde mit dem Rad.

Dirk:  Ok, Rennrad oder MTB

Ich:    MTB, wir fahren morgens um 4 Uhr los.

Stille am anderen Ende.

Ich:     Hallo Dirk

Dirk:  Ja ich bin noch dran. Du willst aber früh los.

Ich:    Ja, ist ja auch eine größere runde.

Dirk:  Wie groß denn.

Ich:     So ca. 310 Kilometer

Stille am anderen Ende.

Ich:    Hallo Dirk

Weiterhin stille.

Etwas später Dirk:     Stefan, ich bin noch nie 160km oder 180km gefahren.

Ich:     Dirk, aus diesem Grund fahren wir ja auch 300km und nicht 160 oder 180km. :-)

Dirk:   Wie viel Höhenmeter sind das denn.

Ich:     So ca. 3400 bis 3800.

Dirk:   Ähmmmmmm

(Kurze Anmerkung, Dirk fährt ab nächsten Jahr bei uns im Team Prowell-Germany)

Ich:     Dirk, das ist die Team-Aufnahmeprüfung.

Dirk:   Stefan, komme ich aus der Nummer noch irgendwie raus.

Ich:     NEIN :-)

So war dann für Samstag schnell alles besprochen. Klasse, keine wiederworte und einen Partner für die Tour gefunden der vor Begeisterung fast Luftsprünge gemacht hat. :-):-):-):-)

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Läuft :-)

Dirk sein Bike hatte ich am Freitag schon zu uns geholt und Pünktlich 4 Uhr früh war Dirk am Samstag dann auch bei uns. Die Motivation stand ihm förmlich ins Gesicht geschrieben. Von uns ging es dann die paar Kilometer zum Nordberg und von dort an war für uns Start des Harzrundweges. Man hätte auch gleich in Richtung Bad Harzburg fahren können aber wir wollten schon die kpl. Runde in Angriff nehmen auch mit dem Goslarer Teil.

Die Strecke via GPX hatte ich auf meinem Garmin und so bin ich vor Gefahren allerdings im gemächlichen Tempo. Dirk hatte wirklich sehr sehr viel Respekt vor dieser Runde und von Oker in Richtung Kaffee Goldberg hatte ich dann erstmal ein paar aufmunternde Worte zu ihm gesprochen. Das Tempo war definitiv zu langsam. Also plan gemacht, ich fahre vor, Dirk im Windschatten und alles was eine Steigung über 7% hatte, sollte Dirk dann das Tempo angeben. Zu dem dicken Respekt welchen Dirk hatte, kam natürlich noch die Dunkelheit. Diese liegt nicht jedem aber Kilometer für Kilometer wurde es ja heller.

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Dirk ist wach :-)

Von Bad Harzburg in Richtung Ilsenburg dann der erste Schock. Dirk sein Umwerfer hatte die Kette vorne über geschmissen und die Kette hatte sich kpl. um die Kurbel gewickelt. Sowas habe ich in dieser Art auch noch nicht gesehen. Für mich stand da schon zu 80 Prozent fest, das Wirrwarr bekommen wir nicht gerichtet. Hintere Laufrad raus um die Kette zu entspannen und irgendwie sah hinten Richtung Schaltwerk alles nur krumm aus. Kette irgendwie frei getüftelt, Laufrad rein und ich konnte es kaum glauben, funktionierte noch. Alles ein wenig ein justiert und es funktionierte erstmal. Im Laufe der kompletten Strecke gab es zwar immer wieder ein runterwerfen der Kette aber Dirk hatte sich immer besser darauf eingestellt. Ich habe auch das Zepter in die Hand genommen was die Nahrungszufuhr anging. Dirk trinken, Dirk Gel, Dirk was essen usw. Bei solch einer langen Einheit ist es wichtig von Anfang an dem Körper etwas zuzuführen, sonst ist irgendwann ende im Gelände. Ich merkte, Dirk war im Kopf teilweise doch sehr mit der Strecke beschäftigt, da hätte er das Essen wohl sehr oft vergessen. So viele Gedanken machen sich eigentlich immer nur Frauen. :-):-)

Ab Ilsenburg wurde es dann auch ganz langsam hell und wir konnten das Licht ausschalten. Mit der Helligkeit kam dann auch gleichzeitig dieses wohlige Gefühl, welches vor allem die Fahrer/innen kennen, die schon bei 24h Rennen am Start gestanden sind. Wenn die Sonne morgens langsam rauskommt, funktioniert der Körper sofort um einiges besser.

So ging es dann durch Wernigerode, an Blankenburg vorbei bis nach Thale. Feldwege, Wirtschaftswege, Schotterpisten, Radwege, eigentlich war alles dabei und die Streckenführung auch sehr schön gewählt. In Thale angekommen hatten wir dann 73km auf der Uhr stehen und jetzt sollte es erstmal beim Bäcker was zu happern und einen Kaffee geben.

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Nach einem Blick auf den Garmin war ich mit dem Schnitt nicht wirklich zufrieden, 19km/h zeigte dieser an. Um Dirk nicht zu beunruhigen sagte ich, passt schon sieht gut aus. Ich wusste aber auch von vor zwei Jahren, dass unten rum um den Harz alles ein wenig flacher wird um für einige Kilometer Tempo zu machen.

DCIM100GOPROG0095916.Nach Falkenstein ging es dann weiter durch eine wunderschöne Landschafft und auf wunderschönen wegen, immer durch kleinere Orte mit Pensionen und Hotels die angesteuert werden können, wenn man diese Tour auf zwei oder drei Tage legt.

Das machen bei dieser Runde auch die meisten, eine schöne Bike Tour übers Wochenende. Mein Nachbar ist die Harzrunde schon mit Freunden gefahren und das Ganze auf drei Tage aufgeteilt. Das ist dann auch für normal sportliche Biker zu schaffen mit jeweils 100km und etwas über 1000hm. Vor allem für nicht Harzer, bietet diese Runde viele Sehenswürdigkeiten die an der Strecke liegen und dazu einladen mal anzuhalten. Viele Orte die ein schönes Bild zeigen, bei denen es Spaß macht durchzufahren und sich ein wenig umzusehen. Der Harz Rand ist einfach wunderschön in seinen vielen Fassetten. Dirk war auch immer wieder aufs Neue begeistert von der schönen Streckenführung.

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Ich liebe Eiß

Bis Wippra alles etwas flacher an Golfplätzen, Windrädern, historischen Bauten vorbei, ging es eigentlich recht zügig voran. Da ich bekanntlich sehr gerne Eis esse, wurde diesbezüglich auch ein befohlener Stopp von uns eingelegt. Bei jedem Kind würde man sagen, das ist nicht gut für dich, bei uns hat es müde Geister erweckt. Ein Glas 0,5 Liter Kalte Cola und 4 Kugeln Eis pro Kopf waren sehr schnell wohltuend im Magen verschwunden. Das Mühlencafe in Wippra ist wirklich zu empfehlen. Was man von der Straße nicht wirklich erahnen kann wird einem bewusst wenn die Pforten zum Garten geöffnet werden. Ein sehr schön angelegter Hof und Garten für die Gäste, der eigentlich dazu einlädt länger sitzen zu bleiben. Leider hatten wir nicht so wirklich viel Zeit. Ein Blick auf den Garmin, 130km sind durch und den Schnitt ganz heimlich auf 20km/h hochgeschraubt. Zwischendurch immer ein wenig mit Dirk gequatscht, hatte er das gar nicht so mitbekommen, dass ich das Tempo angezogen hatte. :-) Da ich für mich eigentlich wusste, er wird das schaffen, war es für mich auch o.k. :-)

Von Wippra aus wieder aufs Bike kam mir so in den Kopf, ein bissl könnte der Schnitt ja noch nach oben gehen. Was mir so im Kopf vor ging musste ich Dirk natürlich nicht alles auf die Nase binden. Mein Plan, weiter etwas Tempo machen und irgendwann die nächste Pause, wenn 200km durch sind. Da ich ja Kumpel bin und noch einiges von der Strecke schemenhaft im Kopf hatte, sagte ich Dirk, da kommt bald noch ein etwas steileres Stück, das wird dann mal ein wenig weh tun. Das hatte er zwar wahr genommen aber da wir inmitten einer Motocross-Veranstaltung kamen, haben wir darüber nicht groß weitergeredet. Recht angenehm war, dass die Strecke uns entgegengesetzt verlief und somit haben die Crossfahrer uns immer schon früh genug erkannt. Da sie immer in kleinen Gruppen kamen und einzeln gestartet sind, war es denke ich ein Rennen mit verschiedenen Stationen die sie abfahren mussten.

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Hälfte geschafft

Als wir an der Zeitnahme der Crossfahrer vorbeifuhren, ging es noch einige angenehme Kilometer durch den Wald bis das etwas steilere Stück dann bei Kilometer 136 vor uns stand. Ich sagte zu Dirk, fahr mal hoch und warte oben, ich selbst bin dann erstmal kurz ausgetreten zwecks Gewichtstuning. :-) Als ich dann oben ankam fragte Dirk gleich, war das eben das steile stück von dem du vorhin gesprochen hast oder kommt das noch. Ich bin ja Kumpel und bin bei der Wahrheit geblieben, ja, das war es. Jetzt im Nachhinein hätte ich gerne den Gesichtsausdruck gesehen, wenn ich gesagt hätte, das war doch nicht steil, ne Dirk das kommt noch. :-) Aber ich bin ja nen netter. :-)

Nun ging es zügig weiter teils auch auf Straße und Radweg. Die Strecke ist aber so gelegen, dass selbst die Straßen die man fährt sehr wenig befahren sind. Durch weitere kleine Ortschaften die immer wieder durch schöne Wirtschaftswege verbunden waren. Der einzige Nachteil, meistens nicht mehr durch den Wald geschützt, hat die Sonne ganz schön auf den Helm geballert. Der Vorteil, es gab wieder etwas bräune an den Armen und den Beinen.

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Eigentlich war durchziehen angesagt aber da der Schnitt weiter nach oben ging, gab es nochmal eine kleine Zwischenpause. Einfach mal Schuhe und Socken ausziehen und die Füße in den See halten. In Rottleberode ist mitten in der Stadt der schöne Schlossteich, welcher aber wohl mehr ein Badesee ist. Dirk hat sich in den Schatten gesetzt und ich mich ans Seeufer mal den Füßen was Gutes tun. Nach 5 – 6 Minuten die Füße wieder raus, die Enten, Schwäne und Fische waren noch am Leben also alles tutti. :-) Wieder fertiggemacht und weiter ging es über Neustadt / Harz in Richtung Ellrich. In Ellrich angekommen war der Flüssigkeitsvorrat schon wieder so gut wie aufgebraucht. Hier haben wir dann nochmal einen Edeka Markt angefahren um alle Flaschen und den Trinkrucksack zu füllen.

harz3Tada, da war er dann. Endlich ein Schnitt von über 21 km/h und noch irgendwas um die 90km. Dirk war mächtig glücklich das wir über 200km auf der erledigten Seite hatten.

Langsam ging es nun wieder in das Gebiet welches man kennt und zwar über Walkenried in Richtung Bad Sachsa. Die Hauptstraße durch die Stadt war ganz schön grenzwertig. Alle Restaurants hatten draußen gut besuchtes Publikum und es roch von Italienischer Küche über deutsche Küche bis hin zur Türkischen Küche. Oh man was war das gemein, wenn du fast den ganzen Tag nur Riegel und Gels in dich reingedrückt hast. Was Deftiges, das wäre es jetzt gewesen. Aus Bad Sachsa raus hatte ich geahnt was kommt. Im Frühjahr bin ich mit Julian aus unserem Team die Adlerrunde zu einem Großteil abgefahren und eine mächtig lange und recht steile Straße nach Bad Sachsa hinunter. Jep, genau diese mussten wir jetzt natürlich hoch, warum auch nicht, standen ja noch einige Höhenmeter auf dem Plan.

Von Steina aus ging es nochmal etwas heftiger durch den Wald und zwar bergauf um auf der anderen Seite wieder den Spaß einer mega abfahrt zu haben. Diese hat uns dann auch schon in der Nähe von Bad Lauterberg ausgespuckt. Zackig weiter über Scharzfeld nach Herzberg. In Herzberg durch die Stadt kam mir bzw. meinem Magen doch wieder der Gedanke der tollen Düfte in Bad Sachsa auf und Schwups, gab es einen Stoppbefehl an der Dönerbude. 2 Döner und 2 eiskalte Cola, das Leben kann soooooo schön sein. :-) Was wollte die Welt in diesem Moment mehr als 2 glückliche Männer in einer Dönerbude. :-) Telefon raus, erstmal meine Frau anrufen die für uns schön Nudeln kochen wollte, wenn wir zurück kommen.

Ich:    Hallo mein Schatz, so ca. 22 Uhr um den dreh sind wir da.

Lisa:  Wie jetzt, ich wollte jetzt Nudeln aufsetzen, das ist ja erst in 3 Stunden.

Ich:    Schatz, du weißt schon, dass das heute 310km mit dem MTB sind.

Lisa:  Ja weiß ich aber warum dauert das so lange.

Ähmmmmm, mehr möchte ich dieses Gespräch jetzt nicht erörtern. :-)

Naja, die Bikes wieder gesattelt und weiter ging es an Osterode vorbei in Richtung Seesen. Ein sehr schön zu fahrendes Stück über sehr viele Feldwege und durch Dörfer aber gefühlt war dieses Stück am längsten. Wenn ich dachte, das waren jetzt 10 gefahrene Kilometer, war es gerade mal einer. Bei Kilometer 265 war dann auch mein Akku mal im Low Budget Modus. Das Tempo über die vielen Kilometer so angezogen um über einen 21er Schnitt zu kommen sollte irgendwann seinen Tribut zollen.

harz2Aber gemeinsam haben wir alles richtiggemacht. Bergauf musste Dirk zwar auch die Höhenmeter bewältigen, konnte seine Beine aber in allen anderen Passagen gut schonen. Jetzt war ihm endlich selbst auch klar was ich eigentlich von Anfang an wusste, er wird es schaffen. So ging Dirk dann erstmal nach vorne und ich konnte mich dahinter recht gut erholen, was war das für eine Wohltat. Im Express ging es dann bis Seesen und an der Tanke Ortsende musste es nochmals eine schön gekühlte Cola sein.

Einfach hingesetzt und bei einem Männergespräch den Tag Revue passieren lassen. In diesen Minuten die wir dort saßen und quatschten hatten wir beide glaube ich ein Dauergrinsen im Gesicht. Trotzdem musste es wieder aufs Bike gehen denn bis Goslar waren ja noch einige Kilometer. Jetzt konnte ich auch wieder vorne fahren und weiter ging es bis Neuekrug. Von dort weiter am Waldrand entlang in Richtung Langelsheim / Wolfshagen. Auf diesem Stück ist dann leider Dirk seine Lampe ausgegangen, Akku alle. Wir beschlossen dann gemeinsam auf 5 Kilometer und 100 Höhenmeter zu verzichten und sind direkt runter zur Hauptstraße gefahren. Wenn nur einer Licht am Fahrrad hat, war das einfach die sicherste variante denn nach über 300km muss es nicht sein, dass noch jemand stürzt. Durch Langelsheim durch, Astfeld hinter uns gelassen kamen wir an dem Punkt vorbei an dem wir früh morgens in die Strecke des Harzrundweges eingestiegen sind.

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Wir haben fertig :-) Mächtig stolz auf Dirk

Ganz gemütlich sind wir dann über die Kattenberg Siedlung nach Jürgenohl geradelt und waren schon ein wenig stolz auf uns das Ding an einem Tag gefahren zu sein. Bei 5, 6 oder 7 Grad weniger wäre es garantiert auch ein wenig leichter gefallen.

Frühs dem Typen namens Schweine Hund der auf der linken Schulter sitz einen Tritt in den Allerwertesten geben und mit etwas willen geht man sowas dann an.

307,8 Kilometer / 3427 Höhenmetern mit reiner Fahrzeit von 14 Stunden 40 Minuten.

Der Harzrundweg mit vielen tollen eindrücken, einer wunderschönen Landschaft und einer sehr schönen Streckenführung.

Der Squeezy Energy Super Drink, zwischendurch Squeezy Energy Fruitgums und Squeezy Gels geben dir bei solch einem extremen Tag die optimale Versorgung für den Körper.

Ok, das Eis und der Döner waren nicht von Squeezy, haben aber auch geschmeckt. ;-)

Die Bereifung war logo Tubeless mit MAXXIS, wir wollten den Tag ja pannenfrei verbringen und auf den Ketten war natürlich DryFluid Bike. Die Kette darf bei solch einem Vorhaben nicht zicken.

Dirk war von unserer Teambekleidung der Firma Protective sehr begeistert und hat sie sich nun wahrlich verdient zu tragen.

Für mich war es garantiert nicht das letzte Mal, dass ich diese Runde gefahren bin. Nächstes Jahr bestimmt wieder als Tagestour und evtl. mit Kumpels mal als 2 Tagestour mit Sightseeing.

Wenn du so verrückt warst bis hierher zu lesen, dann sei weiterhin so verrückt, gib mir ein Like und Teile diesen Blogbericht in die Welt. :-):-):-)

Vielen Dank an meine tolle Familie, die mir für solche Dinge immer die Zeit einräumt.

Auf den ersten 160km hatte ich teilweise noch die GoPro mitlaufen aber irgendwann hatte ich wirklich keine große Lust mehr sie rauszuholen. Das Video werde ich die Tage hier dann nachträglich noch anfügen.

Lieben Gruß Stefan

Hier auf www.radreise-wiki.de/Harz-Rundweg gibt es viele weitere Infos über diese Runde und unten aufgeführt sind die vielen Orte, die man bei dieser Runde durchfährt.

Bad Sachsa, Steina, Bad Lauterberg im Harz, Oderfeld, Scharzfeld, Herzberg am Harz, Düna, Schwiegershausen, Ührde, Förste, Badenhausen, Gittelde, Stauffenburg, Münchehof, Seesen, Klingenhagen, Neuekrug, Langelsheim, Herzog-Juliushütte, Goslar, Oker, Schlewecke, Westerode, Ilsenburg, Drübeck, Darlingerrode, Wernigerode, Blankenburg, Cattenstedt, Wienrode, Thale, Neinstedt, Bad Suderode, Gernrode, Ballenstedt, Opperode, Meisdorf, Neuplatendorf, Wieserode, Ulzigerode, Harkerode, Alterode, Stangerode, Rammelburg, Friesdorf, Wippra, Grillenberg, Obersdorf, Wettelrode, Morungen, Großleinungen, Hainrode, Questenberg, Agnesdorf, Breitungen, Uftrungen, Rottleberrode, Stempeda, Rodishain, Buchholz, Neustadt/Harz, Osterode, Ilfeld, Appenrode, Ellrich, Walkenried, Bad Sachsa.

Die letzten Jahre immer gewollt aber irgendwie hat es nie geklappt, dieses Mal schon. Einmal um den etwas größeren See. :-)

Da Fabian in Kempten in der Nähe vom Bodensee wohnt, hatte ich natürlich den optimalen Begleiter. Er selbst ist auch noch nie ganz rumgefahren und somit hatte ich 14 Tage vorher schon seine Zustimmung bekommen, klar machen wir.

In Lindau hatte Fabian einen Parkplatz als Treffpunkt ausgemacht und Samstag früh kamen wir beide zeitgleich 7.30 Uhr dort an. Fahrräder aus den Autos, fertiggemacht und ohne groß zu schnacken ging es auch schon los. Zum Quatschen hatten wir ja auf den nächsten Kilometern genug Zeit. :-)

imag3236Gleich nach dem wir aus Lindau rausgefahren sind gab es gleich ein Highlight für die Augen. Ca. 25 Heißluftballons waren am Himmel über dem Bodensee zu sehen. Alles noch ein wenig trüb war das ein wunderschöner Anblick.

Es gibt eine ausgeschilderte Strecke ringsherum allerdings mussten wir doch recht schnell feststellen, diese hat kein Rennradfahrer geplant. Wir wollten erst Österreich, Schweiz und zum Ende hin Deutschland fahren also im Uhrzeigersinn.

DCIM100GOPROG0025597.Die ersten Kilometer bis Bregenz verliefen auf einer Radspur neben der Straße und dann ging eigentlich der Radweg um den Bodensee los. Der war teils auch gut aber immer wieder mit feinen Schotterabschnitten. Diese zu fahren ergab im Hinterkopf immer so ein mulmiges Gefühl, hoffentlich kein Platten.

Hinter dem Ort Hard in Richtung Altenrhein nach ca. 25km entschieden wir uns weiter Straße zu fahren. Das geht aber in der Schweiz recht gut da eigentlich überall mit einer gelben Linie ein Stück für Radfahrer von der Straße abgegrenzt ist. Mal ein vorbildliches Beispiel für Deutschland.

Ab jetzt hieß es mal ein wenig Kette rechts, die ersten gebummelten 25km aufholen, die durch den Schotter und das Kreuz und Quer fahren nicht sehr flüssig verliefen. Selbst von der Straße hatte man aber stetig einen Blick auf den Bodensee und dazu die sehr angenehme Luft, wenn Wasser in der nähe ist. Bis Romanshorn lief es flüssig weiter und dort durch die Stadt, konnte man zwischendurch ein paar Blicke der schönen Altstadt erhaschen. Da eigentlich die ganze Strecke nur sehr wenig Höhenmeter hat, konnte man die Beine schön laufen lassen und obwohl wir in den Orten immer sinnig fahren mussten hatten wir oben in Konstanz doch wieder einen Schnitt über 30.

DCIM100GOPROG0095717.In Konstanz sind wir aber erstmal an die Promenade gefahren um ein wenig Sightseeing zu machen, Kultur soll ja nicht zu kurz kommen. :-) Nachdem wir wieder los sind, hieß es erstmal ein wenig Slalom und Schrittgeschwindigkeit fahren. Gefühlt war halb Deutschland und einige andere Länder in Konstanz zu Fuß unterwegs.

Irgendwann dann doch aus Konstanz raus war wieder schönes fahren möglich und man mag es nicht glauben, es gab sogar einen anstieg. Zwischen Möggingen und Liggeringen führte die Straße in einem Stück ganze 120hm bergauf. Dann kam allerdings eine sehr schöne abfahrt auf der es ca. 1 Minute ganz leicht geregnet hatte. Vorbei an Bodman ging es wieder dichter am Bodensee vorbei in Richtung Ludwigshafen wo wir beschlossen eine größere Pause zu machen um einfach das schöne Wetter zu genießen.

Leider wurden wir aus dem ersten Biergarten den wir mit Rädern betraten „rausgeschmissen“. Wir sind mit den Rädern durchgegangen und haben uns an der Seite einen Platz gesucht. Der Biergarten mit zig Tischen ungefähr für 300 Gäste Tischplätze, von denen 5 Tische besetzt waren. Als wir uns gerade setzen wollten kam der Kellner an, mit den Fahrrädern müssen sie hier verschwinden, die werden draußen abgestellt. Mit draußen meinte er vor dem Restaurant unbeaufsichtigt am Fahrradständer. Bei sowas rede ich gar nicht großartig, wir haben unsere Räder genommen und sind zum nächsten Restaurant gegangen. Das Schöne daran war allerdings, dass die Gäste die gesessen haben sich auch darüber aufgeregt haben, dass er uns eigentlich rausgeschmissen hat. Wenn da nun 150 Personen gesessen hätten, dann hätte ich diese ganze Aktion ja evtl. noch nachvollziehen können aber so, na ja. Die 50,-€ haben wir dann beim Italiener nebenan gelassen.

imag3247Wer nicht will, der hat eben schon.

Nach einer großzügigen Pause ging es dann weiter auf dem Bodenseeradweg in Richtung Friedrichshafen. Die ganzen Orte dazwischen, Sipplingen, Überlingen, Immenstaad usw. sind natürlich richtig Krass. Bikeverbotsschilder zum Umfahren der Orte, Radfahrer absteigen beim Durchfahren der Orte sind dinge die ein Radfahrerherz höherschlagen lassen. Im Nachhinein bin ich darüber aber nicht mal traurig da man so natürlich auch wirklich mal die schöne Umgebung war genommen hat. Wenn auch nicht schiebend aber in Schrittgeschwindigkeit.

In Friedrichshafen angekommen, habe ich nochmal zu einem Stopp in unserer kleinen 2 Mann gruppe aufgerufen, 3 Kugeln Eis für jeden. :-) Die Zeit in Friedrichshafen haben wir dann aber auch nochmal sehr genossen, Männergespräche. :-)

Von Friedrichshafen ging es dann noch die letzten knappen 40km zurücknach Lindau. Halt dich fest ist dieser Radweg voll von Menschen auf Rädern. Die Orte, alles voll, wo du hingesehen hast Radfahrer. Zwischendurch ein paar Skater, Läufer und Wanderer. Leihräder ohne Ende und was mir am meisten aufgefallen ist, ich würde sagen 80% sind ohne Helm unterwegs.

Das ist meiner Meinung nach ganz schön krass und dabei waren auch sehr viele Kinder ohne Helm. Ich finde das einfach unverantwortlich.  Aaaaaaaaber meine Meinung interessiert ja eh nicht. :-):-):-)

imag3250In Lindau angekommen sind wir schön gemütlich im Sightseeing Modus bis zu unseren Autos durchgefahren und hatten beide ein Grinsen im Gesicht über den schönen Tag. Es war eben einfach alles perfekt, das Wetter, die Strecke, die Pizza, das Eis, eben alles. :-)

Knappe 183km und 750hm hatten wir dann bei dieser Runde auf der Uhr stehen.

imag3238Beim nächsten Mal wird dann die etwas größere Schleife gefahren und der Untersee noch mitgenommen. Das sind dann wohl um die 30 bis 40km mehr und man nimmt noch Radolfzell mit.

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Hier gibt es noch ein kleines Video mit kleinen Einblicken. Ist aber wirklich nichts Spektakuläres.

Morgen steht dann die nächste Umrundung an, diese wird aber etwas länger ausfallen. :-)

Gruß Stefan        

Der Startschuss fällt jetzt Samstag am 16. Juli 2016. Die RTF Oberharzer Adlerrunde …… die höchste Herausforderung Norddeutschlands !

Ausrichter ist der Verein RSV Adler-Goslar von 1981 in dem auch Fahrer aus unserem Team Mitglied sind.

Rad-Touren-Fahrt für alle Alters- und Leistungklassen ohne Zeitmessung im nördlichsten Mittelgebirge Deutschlands. Auf der gut beschilderten, verkehrsarmen Strecke bieten mehrere Verpflegungsstellen Stärkung für jede Herausforderung. Familien bietet die gemütliche Einsteigertour durch den Vorharz weite Ausblicke. Leistungssportler suchen die Herausforderung auf den schönsten Steigungen im Oberharz.

Der steilste und härteste Radmarathon Norddeutschlands bildet die Krönung der Belastbarkeit auf bis zu 20 % Steigung und über 4000 Höhenmeter.

Strecken:

- 70km – ca. 1200hm

- 110km – ca. 2000hm*

- 150km – ca. 2900hm

- 215km – ca. 3900hm (Marathon)*

- 250km – ca. 4700hm (Club-4000-Marathon)

Ein Event der Extraklasse. Ihr werdet es nicht bereuen dabei zu sein.

Teilen ist erwünscht. :-) :-)

www.facebook.com/events/adlerrunde

RSV-Flyer-2016-1RSV-Flyer-2016-2

Nachdem ich nun schon wieder etwas auf dem Bike rumdümpeln durfte, muss ich mir langsam wieder ein Herz fassen.

Rumdümpeln, leider kann man das momentan nicht anders nennen. Man kann es in etwa mit Schwimmen vergleichen, ich gehe ins Kinderbecken zum Plantschen. :-(

IMAG2766In den letzten Wochen fast 5 Kilo durch frustfressen zugelegt und vom Kopf her nicht motiviert sollte es heute aber wieder mit dem regelmäßigen Training (wenn man es so nennen kann) losgehen. Alleine hätte ich mich aber eben wohl heute auch wieder nicht aufs Rad gesetzt. Der Thrombosestrumpf am ganzen Bein macht eben zusätzlich alles nicht einfacher.

Dirk Röpke kam heute früh vorbei, Klamotten ins Auto und ab nach Einbeck zur RTF. Hier wurden 4 Strecken angeboten mit 45, 75, 112 und 155 Kilometer Länge. 45 km hätten mich Mental wohl noch mehr runtergezogen, für 75 Km lohnt die Anreise nicht, 112 km müsste ich schaffen, wenn auch langsam. Da ich möglichst nur um die 160 Watt treten darf, war es für mich eigentlich sehr gut, dass das Hauptfeld schon um 8 Uhr gestartet ist. So war die Möglichkeit sich mitziehen zu lassen und doch mehr zu treten gleich 0.

Mit Dirk ging es dann um 8:20 Uhr auf die Strecke und nach uns sind noch einige weitere Fahrer verspätet auf die Strecken gegangen. Ganz schönes Kopf Kino wenn eigentlich jeder an einem vorbei fährt. Am Anfang mit Dirk immer noch am Quatschen wurde es irgendwann einfach stiller. Bei dieser geringen Belastung denkt man viel nach, ist es evtl. doch zu viel, ist es zu lang, ist es dieses ist es das. Was ist wenn ein Auto, was ist wenn dieses was ist wenn das. Immer wieder dieselben Gedanken im Kopf. Wenn sich ein größerer Thromb löst, war es das eben.

Scherzhaft zur Aufmunterung muss ich hier mal sagen, was gibt es schöneres als auf dem Bike zu sterben. Es ist aber eben einfach noch zu früh. Damals als ich den Motorradunfall hatte, wollte mein Freund mich da oben 2-mal nicht haben und hat mich zurückgeschickt, jetzt muss er eben warten bis ich 84 bin. :-)

Trotzdem habe ich bei den abzweigen zur 45 und 75 km Runde mal hingeschaut und auch kurz überlegt. Das ich wirklich die 112 km durchgezogen habe lag eben einfach an Dirk und auch an der wunderschönen Strecke. Die Strecke ist von der Straßenbeschaffenheit und von der Landschafft absolut weiter zu empfehlen, die Gegend ist wunderschön und mit ca. 1000 hm im Normalfall nichts Wildes.

IMAG2764Von den 112 km ist Dirk wohl so um die 90 km vorne gefahren und ist die ganze Zeit bei mir geblieben. Ging es gerade oder Bergab, bin ich immer ein wenig aus dem Windschatten raus um meine 160 Watt zu halten, ging es bergauf, hat Dirk sich immer meinem Tritt angepasst. Du kannst aber so vorsichtig fahren wie du willst, kleine spitzen bekommst du trotzdem immer rein, das ist irgendwie nicht zu vermeiden.

Nach knappen 4 Stunden und 10 Minuten waren wir dann von dieser wunderschönen Streck wieder in Einbeck am Start / Ziel angekommen. Ich hätte mir am liebsten diesen dusseligen Strumpf vom Leibe gerissen. Wenn ich sehe, mein Normalized Power über die Distanz lag bei 156 Watt, habe ich alles richtiggemacht.

Von Dirk war das heute ganz großes Kino und dafür bin ich sehr sehr dankbar. Ab jetzt wieder Training und wenn auch nur leicht, es geht aufs Bike.

Gruß Stefan

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