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Lange her

aber noch mal brauche ich das glaube ich nicht. :neutral: 

Da es dort oben eine notgedrungene Woche Urlaub war, ging es in Ordnung aber da wäre ein schöner See in Ostereich oder Ähnliches wesentlich schöner gewesen. :cry: Leider mussten wir uns da ein wenig einschränken, inwieweit Lisa die Autofahrt verträgt, also blieben nicht viele Möglichkeiten.

Wie man von vielen hört, muss man die See dort oben lieben, damit es einem gefällt. Für zwei drei Tage würden wir das wohl auch noch mal als Wochenendtrip machen aber mehr wohl auch nicht.

Die Wetterprognosen sind zwar nicht die besten gewesen aber die Räder mussten trotzdem mit, zumindest von Celina und mir. Celina wollte unbedingt mal eine Nachtfahrt mit mir machen und so wurden natürlich auch die Bike-Lampen eingepackt.

Die eigentlich geplanten Touren von Gran Canaria alle vom Handy runter geschmissen :sad: und so habe ich den ersten Abend damit verbracht mir dort oben streckentechnisch etwas zu suchen. Der Dienst GPSies.com ist da ein optimaler Tourenfinder, wenn man auf der Suche in fremden Gegenden ist. Nachdem ich also Grömitz und Umgebung eingegeben habe, kamen doch schon einige Touren zusammen, unter anderem eingestellt von Ruhrmad. Als ich das gesehen habe, musste ich erstmal Martin aus dem Pott anschreiben, ob diese Touren von ihm sind. Für mich war es recht unwahrscheinlich, dass zwei Personen denselben Spitznamen haben. Tatsächlich war es Martin, der dort oben des Öfteren schon Urlaub gemacht hat und die Touren eingestellt hat.

Für den ersten Tag hatte ich somit schon eine Tour und so hieß es morgens für mich wie immer im Familienurlaub von 6 bis 9 Uhr aufs Bike. Früh aufs Rennrad und da war für mich dort oben das schreckliche Wetter, kalt und nebelig und mega heftig windig. :twisted: Trotzdem natürlich los, die Runde von Martin hatte 100 km. Anfangs bin ich die Runde auch wie geplant gefahren aber irgendwo im Nichts habe ich wohl durch den Nebel das ein oder andere Schild verpasst. Nach etwas über 3 stunden war ich dann wieder am Hotel und hatte knapp 100 km auf der Uhr stehen allerdings von Martins Streckenführung weit entfernt. Was mich verwundert hatte, es sind auf der Runde 700 hm gewesen, obwohl es einem dort oben alles sehr flach vorkommt. Wenn man in Richtung Landesinnere fährt, hat man doch recht hügeliges Profil, was sich sehr angenehm fahren lässt, wenn man versucht sich den Wind wegzudenken.

Am nächsten Tag habe ich mir gedacht, wenn du schon mal hier bist, fahre ich mal die See entlang. Morgens raus und natürlich das selbige Wetter wie am Vortag. Was den Wind anbelangt aber weit gefehlt, :shock: direkt an der See ist der noch viel heftiger. Die vorgenommene Tour trotzdem gefahren allerdings war an einen 30er schnitt nicht mal zu denken. An der See entlang schwinden dann auch schon ein wenig die Höhenmeter, denn da hat man dann auf bis zu 100 km nur noch 200 bis 300 hm. Was vielleicht ein klein wenig faszinierend ist, sind die Häfen dort oben aber dort kann man sich ja keine 7 Tage aufhalten. Anhalten und schauen war aber schon recht nett.

In den 7 Tagen hab ich dann trotzdem 5-mal trainiert, 4-mal mit dem Bike fast 400 km und 1-mal an der Promenade 10 km laufen. Beim Laufen gab es dann wieder zig diese typischen Urlaubssportler, die ich auch immer wieder faszinierend finde. Ich war mit meinen 10 km/h wohl fast der langsamste Läufer an diesem Morgen. 90 % der Läufer und Läuferinnen ohne Uhr oder Sonstiges und heftigst am Anschlag laufend. Bei zwei Männern und einer Frau habe ich gedacht, da muss ich gleich einen Notarztwagen rufen als sie hechelnd, keuchend, puder rot und fast kotzend an mir vorbei gesprintet sind. Ich denke diejenigen, die halbwegs gewissenhaft Sport treiben wissen, welche Urlaubssportler ich meine.

Einen Supersportler muss ich aber noch erwähnen. Ein Stück vor mir kommt er aus einem Hotel an der Promenade. Beim vorbei laufen bindet er sich noch einen Schuh zu und ich denke so ca 100 Meter weiter kommt er wie ein Kurzsprinter an mir vorbei gejagt. Ich schau ihm so hinterher und für ihn so insgesamt nach einer Laufstrecke von einem knappen Kilometer stoppt er und setzt sich völlig erschöpft, fix und alle auf die Promenadenmauer. Einige Zeit später auf meinem Rückweg habe ich von Weiterem gesehen, wie er die Strecke zurückging und wieder im Hotel verschwand. Mein Name für diesen Kandidaten

– was-sah-ich-gut-aus-an-diesem-morgen-für-diesen-1-km-in-meinen-tollen-designer-klamotten-und-dem-wundervoll-zurück-gegelten-haaren-und-was-haben-die-leute-über-meinen-frühsport-gestaunt.

Naja, oder halt so ähnlich. Ich denke mal ein einziger Träger von seinem Muskelshirt hat allein soviel gekostet wie mein ganzes Outfit, und zwar mit Schuhen.

Ein weiteres Highlight war aber auch die schöne Nachtfahrt mit Celina. :smile: Abends um 22.30 Uhr haben wir uns zusammen erst los gemacht. Durch den Grömitz-Park, den Wald hinter der Promenade lang, den Hafen von Grömitz und, und, und. Das war eine richtige Gaudi und werde ich auf jeden Fall mit Celina wiederholen. Es gibt als Vater so ganz ganz tolle und viele schöne Momente mit einem Kind und dazu gehört für mich auch diese Nachtfahrt. Natürlich gab es dann an der Promenade noch ein gute Nacht Eiß :lol: und um 0:30 sind wir wieder im Hotel gewesen.

Wichtig, Lisa hat diese Woche trotzdem sehr gut getan und der Tapetenwechsel war sehr wichtig.

Danke, wenn du bis hier her gelesen hast.

6 Antworten auf Grömitz an der Ostsee

  • rotscher sagt:

    Ein Tapetenwechsel tut doch immer gut. Obwohl mich persönlich so tolle Berge schon mehr anlocken ;)
    Das mit den Feriensportler ist köstlich, aber hat schon was. Ich staunte in unserem Urlaub auch, wieviel Leute Sport treiben. Aber immerhin positiv ist, dass der Wille für eine gute Sache da war. Und das mit der Nachtfahrt ist natürlich mega cool. Da glaube ich dir aufs Wort dass es ein Highlight war. Schön wenn Celina einen so tollen Papa hat, der solche Erlebnisse ermöglicht. Übrigens auch Lisa alles Gute.

  • Christof sagt:

    Tönt doch alles gar nicht so schlecht. An Wind und Wetter gewöhnt man sich und mit der Zeit macht es sogar Spass. Bin auch ein halbes Jahr mit dem Stadtvelo in Rotterdam herumgedüst. Nach 2 Wochen merkte ich den Regen nicht mehr.
    Die Nachtfahrt ist für ein Kind ein super Erlebnis. Sehr schöne Idee.

  • Maddin sagt:

    Mit Grömitz habt ihr aber auch das Kirmesdorf der Lübecker Bucht erwischt. Wir waren ziemlich oft in Kellenhusen und ich komme immer wieder gerne dorthin. OK, es ist nicht unbedingt das Bike-Eldorado schlechthin. :-)

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