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Lange her

Leider doch nicht ganz so Heavy und dabei hatte alles so gut angefangen. Aber egal, wichtig ist, dass bei Ralph und Monika alles wieder schnell verheilt.

stefan 1Freitag früh angereist, alles aufgebaut kamen am Nachmittag auch Monika Reker (Team Pirat) Ralph und Raphael in Chemnitz an. Ich hatte zu dieser Zeit schon meine Vorbelastung hinter mir und war frisch geduscht. Noch etwas gegessen, ein wenig gequasselt ging es dann recht zeitig in Bett.

Samstag früh mit Ralph noch besprochen wie wir fahren wollen und um 11 Uhr ging es an einrollen. Monika ging als Einzelstarterin in das Rennen und Raphael war zu unserer Betreuung mit. Für Ralph und mich war klar, auf jeden fall Top 5 nachdem wir im letzten Jahr auf dem 7 Rang fuhren.

Ich habe wieder den Startfahrer gemacht und angefangen haben wir mit wechseln alle 2 Runden. Nach einer Stunde haben wir uns auf dem 9 Platz wieder gefunden und ab da ging es kontinuierlich weiter nach vorn. Am späten Nachmittag war es dann der 5 Platz und nun hieß es ein klein wenig tempo raus nehmen da wir zur Nacht jeder einen längeren Turn fahren wollten damit jeder von uns ausgeruht in die Nacht geht.

Ich hatte dann mit dem 5 Runden Turn angefangen und habe jede runde etwas mehr als eine Minute das Tempo gedrosselt. Nach meinen 5 Runden sind wir dann trotzdem auf dem 4 Platz gewesen denn bei den anderen sind trotz 2 Runden Wechsel die Runden nicht schneller gewesen. Ein wenig auf die Runden und Zeiten der anderen Teams geschaut, so könnte es für uns super weiter laufen. Die zweitplatzierten wären aber denke ich unerreichbar gewesen und die letztendlichen Sieger Markus und Peter ja sowieso.

wechselMit so viel Motivation wie ich sie schon lange nicht mehr hatte bin ich dann duschen gegangen und fertig machen für den nächsten Wechsel. Nach Ralph seinen 5 Runden sollte es dann wieder auf die 2 Rundenwechsel gehen. Da wurde mir aber erstmal von den Nachbarn gesagt, hey ihr seid jetzt auf dem 3 Platz. Na wie Geil ist das denn und die Beine haben sich schon auf den Wechsel gefreut. Ralph hatte da seine 2 Runde durch. Licht ans Bike gebaut, fertig los, ab in die Wechselzone. Vorher Monika noch ein paar aufmunternde Worte bei ihrer kurzen pause zugesprochen, du rockst das Ding.

In der Wechselzone dann gewartet, in drei oder vier Minuten muss Ralph kommen und Yeah, dann Feuer frei. Aus den drei vier Minuten sind dann immer mehr Minuten geworden und diese Zeit kam mir unendlich vor. Nach ca. 25 min. habe ich mich dann auch schon haltender weise in der Wechselzone hingesetzt, da fragten schon einige andere Fahrer, na kommt dein Wechsel nicht.

Zu dieser Zeit geht einem dann vieles durch den Kopf, Kettenriß, Platten oder sonst ein defekt, Ralph muss bestimmt Laufen. Irgendwann habe ich mir dann gedacht, selbst laufen hätte Ralph in dieser Zeit die ganze Strecke geschafft, ich werde dann mal zu unserem Zelt gehen. Raphael stand an der Absperrung um Monika zu verpflegen, hatte Ralph aber auch nicht gesehen. Aus dem Zelt das Handy geholt, ohhhhh ca. 30 Anrufe von Ralph. Zurückgerufen bei ihm kam dann auch die Hiobsbotschaft, Stefan du brauchst nicht warten ich bin schwer gestürzt und liege in der Notaufnahme. Viel Zeit zum Reden hatten wir nicht, da musste ich mich erstmal ziemlich geschockt hinsetzen. Nach einiger Zeit das zu verdauen ist Raphael los das Bike, Helm und Handschuhe holen. Als wir gesehen haben wie der Helm aussah, total zerstört, blutig etc. kam eigentlich schon wieder der nächste schock. Monika hatten wir das mittlerweile auch erzählt aber alles doch ein klein wenig verharmlost damit sie mit dem Kopf beim Rennen bleibt.

Noch ein wenig mit Ralph hin und her geschrieben wegen holen oder nicht und Kopf machen wie wir das alles mit den Sachen machen, habe ich mich dann entschieden nicht weiter zu fahren. Um eine gute Platzierung ging es alleine eh nicht aber eigentlich wollte ich noch Kilometer in die Beine bekommen. Dieses Mal hat aber die Vernunft im Kopf gesiegt und das Rad blieb stehen. Da der Kurs doch recht schnell ist muss man gerade nachts bei der Sache sein und wenn der Kopf woanders ist, bringt auch das fahren nix und der nächste Sturz ist fast vorprogrammiert.  

mit moniIn der Nacht haben wir uns dann ein wenig um Monika gekümmert und für mich ging es dann in den Morgenstunden noch für einige runden aufs Bike. Monika hatte da langsam einen kleinen Tiefpunkt der logo als Einzelstarter/in irgendwann kommt. Als Zugpferd habe ich mich dann vor Monika gesetzt und habe sie einige Runden um den Kurs im Windschatten mitgenommen. Gegen 10 ging es dann zu Ralph ins Krankenhaus wo ich dann ziemlich sprachlos war als ich gesehen habe wie geschunden er ausgesehen hat. Meine Fahrgelegenheit musste aber wieder zurück und daher habe ich mich bis Nachmittag wieder von ihm verabschiedet.

Um 12 Uhr kam dann allerdings auch der nächste Schock. Wir warten auf Monika, der wir eigentlich nach zieleinfahrt gleich das Bike abnehmen wollten damit sie ein wenig ruhe bekommt. Der zweite Platz mit über 450 km war ein hartes Stück Arbeit und da ist Frau froh über jede Hilfe im Ziel.

Wieder warten und warten und warten, bis uns dann mitgeteilt wurde, um 11.30 Uhr (eine halbe Stunde vor Schluss) gab es noch einen schlimmen Sturz und die gestürzte Person war Monika. Das gleiche Prozedere wie schon am Abend mit Ralph, erstmal schock und was nun. Im Gegensatz zu Ralph hatte Moni ihr Handy nicht mit dabei. So mussten wir uns dann darauf verlassen was uns von der Rennleitung und anderen erzählt wurde. Schlüsselbein und Rippenbruch.

Ganz stark fand ich das Team der erstplatzierten die uns extra aufgesucht haben damit wir gute Besserung ausrichten. Sie waren sehr traurig über das geschehen und hätten so gern das Podest neben Monika geteilt. Sehr sehr sportliche Geste.

Viel gibt es jetzt nicht mehr zu erzählen, alles Packen und auf Ralph’s Freundin warten die mit Peter nach Chemnitz kamen. Dann die ganze Chaos Organisation, Krankenhaus hier, Autos dort, nächste Krankenbett mit Monika finden, usw. Aber gemeinsam haben wir dann alles super geschafft und nach dem alles erledigt und geklärt war haben wir dann gegen 21 Uhr die Rückreise angetreten. Allerdings mit zwei Personen weniger die im Krankenhaus eigentlich ein 2er Mixed Zimmer hätten aufmachen können. Um 1 Uhr in der Nacht war ich dann fertiger als nach jedem 24h Rennen bisher im Bett. Raphael und wohl auch Peter ging es denke ich nicht anders.

An dieser Stelle weiterhin gute Genesung an Monika und Ralph, ein dickes Dankeschön an die Veranstalter des Heavy 24 für die Unterstützung und Hilfe. Dort war niemand von uns genervt, egal wie oft Raphael und ich auch hin sind und fragen hatten.

So ein Wochenende brauch ich auf jeden fall nicht wieder und ich wünsche so ein Wochenende auch niemandem.

Picasa-Pics

Ride Green und danke fürs lesen.

Stefan

2 Antworten auf Heavy24h Rennen Chemnitz

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