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Lange her

schinder_stefan5Vom Schinderhannes geschunden kann man wörtlich nehmen.

Sonntag früh gemeinsam mit Familie Schmidt aus Remagen fix die 80 km nach Emmelshausen angereist. Wir sind ja schon Freitag nach Remagen gefahren um Matthias und Bine zu besuchen, darüber schreibe ich aber mehr in meinem Blog.

Räder raus, Startnummern dran basteln und schon ging es ans etwas verkürzte Einrollen. Noch etwas frisch am Morgen mussten dazu noch Arm und Beinlinge herhalten. Um 8.20 Uhr ging es dann in die Startaufstellung, wo ich nun endlich mal Tim Timmäh Greis persönlich die Hand schütteln durfte. J Sonst nur virtuell, jetzt mal Live kennen gelernt. Das war definitiv nicht das letzte Mal. :-)

Noch ein wenig mit Matthias quatschen, abklatschen und pünktlich um halb dann der Startschuss zum Schinderhannes.

Einführungsrunde 6 km und der Stefan mal nicht so weit durchgereicht wie sonst, langsam wird’s aber dann kam auch gleich der erste Dämpfer. In allen Jahren wundere ich mich immer über die ganzen Flaschen, die manche Fahrer beim Rennen so in den Trails verlieren, geht doch eigentlich gar nicht. Geht doch, Asphaltstück, bevor das Rennen richtig losgeht, Hand nach unten, blick nach unten (was mir da so alles durch den Kopf ging schreibe ich hier jetzt mal besser nicht), auf alle fälle meine große Flasche futsch.

schinder_stefan1Nun ja, mal sehen, was das so wird. Am Vortag mit unseren Damen und Matthias noch am Diskutieren reicht eigentlich, wenn ihr bei Kilometer 70 steht wie im letzten Jahr. Matthias reichte das nicht und mir ist dann immer etwas mit 40 Kilometern im Kopf hin und her gedüst. Den Kopf dann erstmal ausgeschaltet und in einer 10er Gruppe schön mitgefahren. Boha wie geil, sonst fahr ich ja immer alleine, weil ich das Tempo nicht halten kann. Das Ganze war aber eben auch nur so lange schön bis nach 18 Kilometern meine kleine Trinkflasche alle war. Und ich habe schon gehaushaltet wie ein Kamel bei der Durchquerung der Sahara. Wieder Gedanken, es kommt ja bestimmt bald eine Verpflegungsstelle, die dann auch bei ca. Kilometer 25 kam.

Engel auf der linken Schulter „junge halt an und mach Flasche voll“ – Teufel auf der rechten Schulter „junge mach kein scheiss, das erste Mal hast du eine Gruppe, fahr weiter“.

Ähmmmmm, der Teufel hat gesiegt und damit natürlich auch die Dummheit. Immerhin konnte ich einen Wasserbecher schnappen, den mir ein Mädel hingehalten hat. In ihrer Hand sah er eigentlich voll aus, als ich ihn zum Mund führen wollte waren so grob gemessen noch 5 ml in dem Becher. :-( What a Fuck, nun war es auch egal. Der nächste Versuch, ein Gel ab in die Schnute aber ohne was nach zu trinken. Das kommt so etwa der Erfahrung gleich wer mal versucht hat einen Löffel Zimt pur zu essen. Also nix essen, nix trinken, nix Gel und immer nur blöd geschaut, wenn jemand der Mitstreiter seine Flasche aus dem Halter gezogen hat. Mit einem Schnitt von über 20 km/h ging es also weiter mit in der Gruppe durch das Gehölz und immer mehr Fahrer wurden eingesammelt und hinter uns gelassen. Ab Kilometer 35 ging es dann langsam los, die Beine fangen an zu zucken und zu krampfen und ich wäre am liebsten in jeden Bach neben der Strecke gesprungen. Wenn’s mal läuft, dann läuft es eben wohl auch nicht, Tempo rausgenommen und über mich selbst geärgert.

schinder_stefan4Irgendwann, ich hatte es schon ein wenig verdrängt höre ich eine Mega Kuhglocke und plötzlich die vertraute stimme meiner Tochter schreiend, Papa kommt. Ich weiß nicht, ob ich mich in diesem Moment über einen Sechser im Lotto mehr gefreut hätte. Angehalten und Lisa schaut mich verdutzt an, weil ich Trinken haben wollte. Ja, genau ich, der gesagt hat, mir reicht es bei Kilometer 70. Leider nur 2 kleine Flaschen, da es ja so auch nicht geplant war. Meine Gruppe war eh weg und bei dem Kurzstopp ist eine ganze Schar weiterer Fahrer wieder vorbei. Die erste Trinkflasche war nach ca. 60 Sekunden alle und am liebsten hätte ich die 2 gleich hinterher gekippt. Wieder viele Kilometer und das Spiel von vorne mit einer kleinen Flasche haushalten. Wieder durchs Feld gekämpft, Krämpfe haben wieder ein wenig nachgelassen und irgendwann sehe ich vorne 4 Trikots die mir in Erinnerung waren von meiner Gruppe einige Kilometer weiter vorne. Motivationsschub und einige Hundert Meter weiter war ich wieder dabei. Ein Holländer oder Belgier hatte wich wohl gefragt, wo ich denn war, hab das aber doch nicht wirklich verstanden.

Aaaaaaaaaaber was soll ich sagen, nächste Verpflegungsstelle, nächster Becher und geeeeenau, so schnell lernt der Stefan nicht. Wieder beim Zufassen den Becher zerquetscht und nix mit Wasser aus dem Becher. Kilometer 70 unsere Frauen und meine Flaschen leerer als nur einfach leer. Ich sage zu Lisa, ich bin so trocken ich hab solchen Durst und jetzt kommt die beste Antwort, die einem die heiß geliebte Ehefrau in diesem Moment geben kann.

Schatz dann musst du was trinken.             Ähmmmmmmmm, ich lass das mal so stehen.

Die letzten 14 Kilometer musste ich dann aber doch letztendlich der ganzen Misere Tribut zollen. Bis dahin fast die kpl. zeit mit Lex de Vries vom Peerkes Bike Team gefahren, wurden die Krämpfe leider unerträglich. Trinkbedarf nachholen klappt eben nicht. Auf diesen letzten Kilometern habe ich auf die zum Ende übrig gebliebene 5er gruppe noch über 10 min. verloren. :-(

So war es dann der 40 Platz in meiner Kategorie aber ein mega Rennen was ich mir durch Eigenschuld selbst zur Hölle gemacht habe.

Also immer schön trinken. :-)

Ride Green – Ride Prowell

Stefan

 

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