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Lange her

Harz

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Dirk schläft noch.

Vor 2 Jahren war nach einem Hundecrash bei 220km Ende des Harzrundweges und somit hatte ich mit dem Harz noch eine Rechnung offen. Da ich momentan aus gesundheitlichen Gründen immer noch keine Rennen fahren darf war der Zeitpunkt für den nächsten angriff perfekt.

Schönerweise auch nicht allein was alles ein wenig angenehmer macht. Das Telefonat wie Dirk zu der ganzen Sache kam, möchte ich hier noch kurz anfügen.

Ich wusste, Dirk seine frau fährt das Wochenende mit einigen anderen Frauen von Freitag bis Sonntag weg. Dirk hatte vor 14 Tagen zu mir gesagt, an dem Wochenende können wir dann eine größere Runde drehen. :-)

Anruf bei Dirk am Montag.

Ich:    Hallo Dirk, wir fahren Samstag eine größere Runde mit dem Rad.

Dirk:  Ok, Rennrad oder MTB

Ich:    MTB, wir fahren morgens um 4 Uhr los.

Stille am anderen Ende.

Ich:     Hallo Dirk

Dirk:  Ja ich bin noch dran. Du willst aber früh los.

Ich:    Ja, ist ja auch eine größere runde.

Dirk:  Wie groß denn.

Ich:     So ca. 310 Kilometer

Stille am anderen Ende.

Ich:    Hallo Dirk

Weiterhin stille.

Etwas später Dirk:     Stefan, ich bin noch nie 160km oder 180km gefahren.

Ich:     Dirk, aus diesem Grund fahren wir ja auch 300km und nicht 160 oder 180km. :-)

Dirk:   Wie viel Höhenmeter sind das denn.

Ich:     So ca. 3400 bis 3800.

Dirk:   Ähmmmmmm

(Kurze Anmerkung, Dirk fährt ab nächsten Jahr bei uns im Team Prowell-Germany)

Ich:     Dirk, das ist die Team-Aufnahmeprüfung.

Dirk:   Stefan, komme ich aus der Nummer noch irgendwie raus.

Ich:     NEIN :-)

So war dann für Samstag schnell alles besprochen. Klasse, keine wiederworte und einen Partner für die Tour gefunden der vor Begeisterung fast Luftsprünge gemacht hat. :-):-):-):-)

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Läuft :-)

Dirk sein Bike hatte ich am Freitag schon zu uns geholt und Pünktlich 4 Uhr früh war Dirk am Samstag dann auch bei uns. Die Motivation stand ihm förmlich ins Gesicht geschrieben. Von uns ging es dann die paar Kilometer zum Nordberg und von dort an war für uns Start des Harzrundweges. Man hätte auch gleich in Richtung Bad Harzburg fahren können aber wir wollten schon die kpl. Runde in Angriff nehmen auch mit dem Goslarer Teil.

Die Strecke via GPX hatte ich auf meinem Garmin und so bin ich vor Gefahren allerdings im gemächlichen Tempo. Dirk hatte wirklich sehr sehr viel Respekt vor dieser Runde und von Oker in Richtung Kaffee Goldberg hatte ich dann erstmal ein paar aufmunternde Worte zu ihm gesprochen. Das Tempo war definitiv zu langsam. Also plan gemacht, ich fahre vor, Dirk im Windschatten und alles was eine Steigung über 7% hatte, sollte Dirk dann das Tempo angeben. Zu dem dicken Respekt welchen Dirk hatte, kam natürlich noch die Dunkelheit. Diese liegt nicht jedem aber Kilometer für Kilometer wurde es ja heller.

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Dirk ist wach :-)

Von Bad Harzburg in Richtung Ilsenburg dann der erste Schock. Dirk sein Umwerfer hatte die Kette vorne über geschmissen und die Kette hatte sich kpl. um die Kurbel gewickelt. Sowas habe ich in dieser Art auch noch nicht gesehen. Für mich stand da schon zu 80 Prozent fest, das Wirrwarr bekommen wir nicht gerichtet. Hintere Laufrad raus um die Kette zu entspannen und irgendwie sah hinten Richtung Schaltwerk alles nur krumm aus. Kette irgendwie frei getüftelt, Laufrad rein und ich konnte es kaum glauben, funktionierte noch. Alles ein wenig ein justiert und es funktionierte erstmal. Im Laufe der kompletten Strecke gab es zwar immer wieder ein runterwerfen der Kette aber Dirk hatte sich immer besser darauf eingestellt. Ich habe auch das Zepter in die Hand genommen was die Nahrungszufuhr anging. Dirk trinken, Dirk Gel, Dirk was essen usw. Bei solch einer langen Einheit ist es wichtig von Anfang an dem Körper etwas zuzuführen, sonst ist irgendwann ende im Gelände. Ich merkte, Dirk war im Kopf teilweise doch sehr mit der Strecke beschäftigt, da hätte er das Essen wohl sehr oft vergessen. So viele Gedanken machen sich eigentlich immer nur Frauen. :-):-)

Ab Ilsenburg wurde es dann auch ganz langsam hell und wir konnten das Licht ausschalten. Mit der Helligkeit kam dann auch gleichzeitig dieses wohlige Gefühl, welches vor allem die Fahrer/innen kennen, die schon bei 24h Rennen am Start gestanden sind. Wenn die Sonne morgens langsam rauskommt, funktioniert der Körper sofort um einiges besser.

So ging es dann durch Wernigerode, an Blankenburg vorbei bis nach Thale. Feldwege, Wirtschaftswege, Schotterpisten, Radwege, eigentlich war alles dabei und die Streckenführung auch sehr schön gewählt. In Thale angekommen hatten wir dann 73km auf der Uhr stehen und jetzt sollte es erstmal beim Bäcker was zu happern und einen Kaffee geben.

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Nach einem Blick auf den Garmin war ich mit dem Schnitt nicht wirklich zufrieden, 19km/h zeigte dieser an. Um Dirk nicht zu beunruhigen sagte ich, passt schon sieht gut aus. Ich wusste aber auch von vor zwei Jahren, dass unten rum um den Harz alles ein wenig flacher wird um für einige Kilometer Tempo zu machen.

DCIM100GOPROG0095916.Nach Falkenstein ging es dann weiter durch eine wunderschöne Landschafft und auf wunderschönen wegen, immer durch kleinere Orte mit Pensionen und Hotels die angesteuert werden können, wenn man diese Tour auf zwei oder drei Tage legt.

Das machen bei dieser Runde auch die meisten, eine schöne Bike Tour übers Wochenende. Mein Nachbar ist die Harzrunde schon mit Freunden gefahren und das Ganze auf drei Tage aufgeteilt. Das ist dann auch für normal sportliche Biker zu schaffen mit jeweils 100km und etwas über 1000hm. Vor allem für nicht Harzer, bietet diese Runde viele Sehenswürdigkeiten die an der Strecke liegen und dazu einladen mal anzuhalten. Viele Orte die ein schönes Bild zeigen, bei denen es Spaß macht durchzufahren und sich ein wenig umzusehen. Der Harz Rand ist einfach wunderschön in seinen vielen Fassetten. Dirk war auch immer wieder aufs Neue begeistert von der schönen Streckenführung.

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Ich liebe Eiß

Bis Wippra alles etwas flacher an Golfplätzen, Windrädern, historischen Bauten vorbei, ging es eigentlich recht zügig voran. Da ich bekanntlich sehr gerne Eis esse, wurde diesbezüglich auch ein befohlener Stopp von uns eingelegt. Bei jedem Kind würde man sagen, das ist nicht gut für dich, bei uns hat es müde Geister erweckt. Ein Glas 0,5 Liter Kalte Cola und 4 Kugeln Eis pro Kopf waren sehr schnell wohltuend im Magen verschwunden. Das Mühlencafe in Wippra ist wirklich zu empfehlen. Was man von der Straße nicht wirklich erahnen kann wird einem bewusst wenn die Pforten zum Garten geöffnet werden. Ein sehr schön angelegter Hof und Garten für die Gäste, der eigentlich dazu einlädt länger sitzen zu bleiben. Leider hatten wir nicht so wirklich viel Zeit. Ein Blick auf den Garmin, 130km sind durch und den Schnitt ganz heimlich auf 20km/h hochgeschraubt. Zwischendurch immer ein wenig mit Dirk gequatscht, hatte er das gar nicht so mitbekommen, dass ich das Tempo angezogen hatte. :-) Da ich für mich eigentlich wusste, er wird das schaffen, war es für mich auch o.k. :-)

Von Wippra aus wieder aufs Bike kam mir so in den Kopf, ein bissl könnte der Schnitt ja noch nach oben gehen. Was mir so im Kopf vor ging musste ich Dirk natürlich nicht alles auf die Nase binden. Mein Plan, weiter etwas Tempo machen und irgendwann die nächste Pause, wenn 200km durch sind. Da ich ja Kumpel bin und noch einiges von der Strecke schemenhaft im Kopf hatte, sagte ich Dirk, da kommt bald noch ein etwas steileres Stück, das wird dann mal ein wenig weh tun. Das hatte er zwar wahr genommen aber da wir inmitten einer Motocross-Veranstaltung kamen, haben wir darüber nicht groß weitergeredet. Recht angenehm war, dass die Strecke uns entgegengesetzt verlief und somit haben die Crossfahrer uns immer schon früh genug erkannt. Da sie immer in kleinen Gruppen kamen und einzeln gestartet sind, war es denke ich ein Rennen mit verschiedenen Stationen die sie abfahren mussten.

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Hälfte geschafft

Als wir an der Zeitnahme der Crossfahrer vorbeifuhren, ging es noch einige angenehme Kilometer durch den Wald bis das etwas steilere Stück dann bei Kilometer 136 vor uns stand. Ich sagte zu Dirk, fahr mal hoch und warte oben, ich selbst bin dann erstmal kurz ausgetreten zwecks Gewichtstuning. :-) Als ich dann oben ankam fragte Dirk gleich, war das eben das steile stück von dem du vorhin gesprochen hast oder kommt das noch. Ich bin ja Kumpel und bin bei der Wahrheit geblieben, ja, das war es. Jetzt im Nachhinein hätte ich gerne den Gesichtsausdruck gesehen, wenn ich gesagt hätte, das war doch nicht steil, ne Dirk das kommt noch. :-) Aber ich bin ja nen netter. :-)

Nun ging es zügig weiter teils auch auf Straße und Radweg. Die Strecke ist aber so gelegen, dass selbst die Straßen die man fährt sehr wenig befahren sind. Durch weitere kleine Ortschaften die immer wieder durch schöne Wirtschaftswege verbunden waren. Der einzige Nachteil, meistens nicht mehr durch den Wald geschützt, hat die Sonne ganz schön auf den Helm geballert. Der Vorteil, es gab wieder etwas bräune an den Armen und den Beinen.

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Eigentlich war durchziehen angesagt aber da der Schnitt weiter nach oben ging, gab es nochmal eine kleine Zwischenpause. Einfach mal Schuhe und Socken ausziehen und die Füße in den See halten. In Rottleberode ist mitten in der Stadt der schöne Schlossteich, welcher aber wohl mehr ein Badesee ist. Dirk hat sich in den Schatten gesetzt und ich mich ans Seeufer mal den Füßen was Gutes tun. Nach 5 – 6 Minuten die Füße wieder raus, die Enten, Schwäne und Fische waren noch am Leben also alles tutti. :-) Wieder fertiggemacht und weiter ging es über Neustadt / Harz in Richtung Ellrich. In Ellrich angekommen war der Flüssigkeitsvorrat schon wieder so gut wie aufgebraucht. Hier haben wir dann nochmal einen Edeka Markt angefahren um alle Flaschen und den Trinkrucksack zu füllen.

harz3Tada, da war er dann. Endlich ein Schnitt von über 21 km/h und noch irgendwas um die 90km. Dirk war mächtig glücklich das wir über 200km auf der erledigten Seite hatten.

Langsam ging es nun wieder in das Gebiet welches man kennt und zwar über Walkenried in Richtung Bad Sachsa. Die Hauptstraße durch die Stadt war ganz schön grenzwertig. Alle Restaurants hatten draußen gut besuchtes Publikum und es roch von Italienischer Küche über deutsche Küche bis hin zur Türkischen Küche. Oh man was war das gemein, wenn du fast den ganzen Tag nur Riegel und Gels in dich reingedrückt hast. Was Deftiges, das wäre es jetzt gewesen. Aus Bad Sachsa raus hatte ich geahnt was kommt. Im Frühjahr bin ich mit Julian aus unserem Team die Adlerrunde zu einem Großteil abgefahren und eine mächtig lange und recht steile Straße nach Bad Sachsa hinunter. Jep, genau diese mussten wir jetzt natürlich hoch, warum auch nicht, standen ja noch einige Höhenmeter auf dem Plan.

Von Steina aus ging es nochmal etwas heftiger durch den Wald und zwar bergauf um auf der anderen Seite wieder den Spaß einer mega abfahrt zu haben. Diese hat uns dann auch schon in der Nähe von Bad Lauterberg ausgespuckt. Zackig weiter über Scharzfeld nach Herzberg. In Herzberg durch die Stadt kam mir bzw. meinem Magen doch wieder der Gedanke der tollen Düfte in Bad Sachsa auf und Schwups, gab es einen Stoppbefehl an der Dönerbude. 2 Döner und 2 eiskalte Cola, das Leben kann soooooo schön sein. :-) Was wollte die Welt in diesem Moment mehr als 2 glückliche Männer in einer Dönerbude. :-) Telefon raus, erstmal meine Frau anrufen die für uns schön Nudeln kochen wollte, wenn wir zurück kommen.

Ich:    Hallo mein Schatz, so ca. 22 Uhr um den dreh sind wir da.

Lisa:  Wie jetzt, ich wollte jetzt Nudeln aufsetzen, das ist ja erst in 3 Stunden.

Ich:    Schatz, du weißt schon, dass das heute 310km mit dem MTB sind.

Lisa:  Ja weiß ich aber warum dauert das so lange.

Ähmmmmm, mehr möchte ich dieses Gespräch jetzt nicht erörtern. :-)

Naja, die Bikes wieder gesattelt und weiter ging es an Osterode vorbei in Richtung Seesen. Ein sehr schön zu fahrendes Stück über sehr viele Feldwege und durch Dörfer aber gefühlt war dieses Stück am längsten. Wenn ich dachte, das waren jetzt 10 gefahrene Kilometer, war es gerade mal einer. Bei Kilometer 265 war dann auch mein Akku mal im Low Budget Modus. Das Tempo über die vielen Kilometer so angezogen um über einen 21er Schnitt zu kommen sollte irgendwann seinen Tribut zollen.

harz2Aber gemeinsam haben wir alles richtiggemacht. Bergauf musste Dirk zwar auch die Höhenmeter bewältigen, konnte seine Beine aber in allen anderen Passagen gut schonen. Jetzt war ihm endlich selbst auch klar was ich eigentlich von Anfang an wusste, er wird es schaffen. So ging Dirk dann erstmal nach vorne und ich konnte mich dahinter recht gut erholen, was war das für eine Wohltat. Im Express ging es dann bis Seesen und an der Tanke Ortsende musste es nochmals eine schön gekühlte Cola sein.

Einfach hingesetzt und bei einem Männergespräch den Tag Revue passieren lassen. In diesen Minuten die wir dort saßen und quatschten hatten wir beide glaube ich ein Dauergrinsen im Gesicht. Trotzdem musste es wieder aufs Bike gehen denn bis Goslar waren ja noch einige Kilometer. Jetzt konnte ich auch wieder vorne fahren und weiter ging es bis Neuekrug. Von dort weiter am Waldrand entlang in Richtung Langelsheim / Wolfshagen. Auf diesem Stück ist dann leider Dirk seine Lampe ausgegangen, Akku alle. Wir beschlossen dann gemeinsam auf 5 Kilometer und 100 Höhenmeter zu verzichten und sind direkt runter zur Hauptstraße gefahren. Wenn nur einer Licht am Fahrrad hat, war das einfach die sicherste variante denn nach über 300km muss es nicht sein, dass noch jemand stürzt. Durch Langelsheim durch, Astfeld hinter uns gelassen kamen wir an dem Punkt vorbei an dem wir früh morgens in die Strecke des Harzrundweges eingestiegen sind.

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Wir haben fertig :-) Mächtig stolz auf Dirk

Ganz gemütlich sind wir dann über die Kattenberg Siedlung nach Jürgenohl geradelt und waren schon ein wenig stolz auf uns das Ding an einem Tag gefahren zu sein. Bei 5, 6 oder 7 Grad weniger wäre es garantiert auch ein wenig leichter gefallen.

Frühs dem Typen namens Schweine Hund der auf der linken Schulter sitz einen Tritt in den Allerwertesten geben und mit etwas willen geht man sowas dann an.

307,8 Kilometer / 3427 Höhenmetern mit reiner Fahrzeit von 14 Stunden 40 Minuten.

Der Harzrundweg mit vielen tollen eindrücken, einer wunderschönen Landschaft und einer sehr schönen Streckenführung.

Der Squeezy Energy Super Drink, zwischendurch Squeezy Energy Fruitgums und Squeezy Gels geben dir bei solch einem extremen Tag die optimale Versorgung für den Körper.

Ok, das Eis und der Döner waren nicht von Squeezy, haben aber auch geschmeckt. ;-)

Die Bereifung war logo Tubeless mit MAXXIS, wir wollten den Tag ja pannenfrei verbringen und auf den Ketten war natürlich DryFluid Bike. Die Kette darf bei solch einem Vorhaben nicht zicken.

Für mich war es garantiert nicht das letzte Mal, dass ich diese Runde gefahren bin. Nächstes Jahr bestimmt wieder als Tagestour und evtl. mit Kumpels mal als 2 Tagestour mit Sightseeing.

Wenn du so verrückt warst bis hierher zu lesen, dann sei weiterhin so verrückt, gib mir ein Like und Teile diesen Blogbericht in die Welt. :-):-):-)

Vielen Dank an meine tolle Familie, die mir für solche Dinge immer die Zeit einräumt.

Auf den ersten 160km hatte ich teilweise noch die GoPro mitlaufen aber irgendwann hatte ich wirklich keine große Lust mehr sie rauszuholen. Das Video werde ich die Tage hier dann nachträglich noch anfügen.

Lieben Gruß Stefan

Hier auf www.radreise-wiki.de/Harz-Rundweg gibt es viele weitere Infos über diese Runde und unten aufgeführt sind die vielen Orte, die man bei dieser Runde durchfährt.

Bad Sachsa, Steina, Bad Lauterberg im Harz, Oderfeld, Scharzfeld, Herzberg am Harz, Düna, Schwiegershausen, Ührde, Förste, Badenhausen, Gittelde, Stauffenburg, Münchehof, Seesen, Klingenhagen, Neuekrug, Langelsheim, Herzog-Juliushütte, Goslar, Oker, Schlewecke, Westerode, Ilsenburg, Drübeck, Darlingerrode, Wernigerode, Blankenburg, Cattenstedt, Wienrode, Thale, Neinstedt, Bad Suderode, Gernrode, Ballenstedt, Opperode, Meisdorf, Neuplatendorf, Wieserode, Ulzigerode, Harkerode, Alterode, Stangerode, Rammelburg, Friesdorf, Wippra, Grillenberg, Obersdorf, Wettelrode, Morungen, Großleinungen, Hainrode, Questenberg, Agnesdorf, Breitungen, Uftrungen, Rottleberrode, Stempeda, Rodishain, Buchholz, Neustadt/Harz, Osterode, Ilfeld, Appenrode, Ellrich, Walkenried, Bad Sachsa.

IMG_0691Am Samstag ging es früh‘s zum Endurothon nach Schierke. Da ich leider noch keine Rennen fahren darf, wollte ich wenigstens ein paar Bilder machen und mal wieder bekannte Gesichter sehen. Angesichts der Temperaturen von über 30 Grad war es aber auch recht angenehm im Schatten zu sitzen und zu knipsen.

Respekt vor allem an die Fahrer die sich die Hardcore-Strecke an diesem Tag angetan haben. Noch hier und dort ein pläuschchen gehalten ging es am frühen Nachmittag auch schon wieder nach Hause. Bis Goslar hatte ich dann ein ziemlich breites Grinsen im Gesicht aber zu dem warum, dass bleibt noch ein wenig unveröffentlicht. :-) :-) Man(n) muss ja auch mal geheimnisse haben. :-)

Die Bilder vom Endurothon findet ihr hier und ihr könnt sie natürlich frei benutzen.

https://goo.gl/photos/eWLBCQCRBxhzW2FE8

Diejenigen, die es gewohnt sind von mir vorab immer schon Bilder zu bekommen, dieses Mal hat mir leider ein wenig die Zeit gefehlt. Leider sind die Bilder dieses Mal auch nicht ganz so toll geworden, ich muss mal wieder ein wenig an meiner Foto-Performance arbeiten. :-)

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Sonntag hieß es dann nach einer recht kurzen Nacht auf in Richtung Bad Lauterberg zur RTF Südharz-Rad-Marathon. So wirklich gut ging es mir nicht da ich am Abend ein wenig Eierlikör getrunken habe. Für mich ist das ja schon ein hochprozentiges Hardcore Getränk. :-) Da ich Julian aus unserem Team aber zugesagt hatte, fiel mir ein Spruch ein den es da gibt, „wer saufen kann, der kann auch Radfahren“ oder so ähnlich. Blöder Spruch. :-)

Sehr knapp vorm Start der RTF dort angekommen hieß es auf die Tube drücken um den Start der geplanten 210km um 8 Uhr nicht zu verpassen. Kurz vorm Start habe ich aber noch erfahren, es werden einige Kilometer weniger, da es wohl eine Streckensperrung gibt. Das sollte bei den erwarteten Temperaturen aber auch nicht ganz so schlimm sein. Mit Julian standen noch Sarah und Mathias von den Goslarer Adlern mit am Start bei denen Julian und ich ja auch Vereinsmitglieder sind. Das Feld war recht beschaulich, ich habe zwar nicht gezählt aber mehr als 50 Fahrer/innen waren es denke ich nicht. Die meisten sind später auf der 152km Runde gestartet.

Nach einer kurzen Ansprache der Bürgermeisterin ging es dann auch schon los. Das ganze in einem guten moderaten Tempo, wir wollten zusammenfahren, da Sarah versuchen wollte die ca. 190km zu schaffen. Das moderate Tempo kam mir aber auch ein klein wenig entgegen da mir leider in diesem Jahr einfach die Kilometer in den Beinen fehlen. Wenn es dann auch zu heftig wird, ziept es dann doch noch ein wenig in der rechten Wade.

Das Moderate Tempo war dann aber nicht mehr ganz so Moderat als wir auf eine Gruppe aufgefahren sind. Aus Moderat wurde dann doch schon mehr ein Schleichen wenn man es so ausdrücken will. Ich bin dann mal nach vorne gefahren und Julian, Mathias und Sarah kamen auch schon gleich hinterher. Matthias und Julian nach vorne und dann wurde mal ein wenig Ballet gemacht. Das war dann wiederum etwas zu schnell denn wir haben ein Schild verpasst und sind erstmal wieder zurück in Richtung Start gefahren. Alles wieder kehrt wende und dann doch den richtigen Abzweig mit kurzen 12 Kilometern Umweg gefunden.

Ab der ersten Verpflegung sind wir dann in unserem 4er Tross alleine unterwegs gewesen und so ging es Kilometer für Kilometer weiter. Da meine Wade dann auch schon wieder angefangen hat etwas dicker zu werden, war es mir ganz recht, dass Julian und Matthias sich Bergauf nach Sarah und mir gerichtet haben. In Schierke gab es dann für den RTF Gutschein eine Erbsensuppe mit Bockwurscht und ne schöne kalte Cola. Muss ich aber nicht wiederhaben, hat zwar geschmeckt aber die Suppe hat mir bis Braunlage im Magen gelegen. Bei Sarah sah es nicht wirklich besser aus und Braunlage raus, entschied sie sich die Runde zu kürzen und die 150km Runde zu nehmen. Mathias hat mich gefragt ob wir die große Runde weiter fahren wollen und da Kilometer für die Beine immer gut sind sagte ich ja. Da man eine Frau nicht alleine Fahren lässt und Julian mit Sarah nach Bad Lauterberg gefahren ist, hat er sie natürlich als Gentleman begleitet. Bis dahin war es aber eine schöne runde zu viert.

Mir fehlte dann halt hinten raus doch noch ein wenig der Dampf und somit hat sich Mathias immer vorgesetzt und ich bin im Windschatten mitgefahren. Lieben Dank dafür Mathias. Wir hatten bis zum Ende aber noch reichlich spaß und auf der Uhr standen dann knappe 190km mit 2000hm.

Normalerweise brauche ich ja für ein Erdinger Alkoholfrei mindestens 1 Stunde bis ich so eine Flasche irgendwann mal leer habe da ich ja kein Bier mag aber im Ziel war das Erdinger schön gekühlt nach einer Minute weg. Es gibt also noch Wunder bei Stefan. :-)

Insgesamt eine recht kleine aber doch schöne Veranstaltung des RV Wanderlust von 1898 e.V.

Das war ein Tag mit sehr viel Squeezy Energy Super Drink, und zwischendurch Squeezy Energy Fruitgums. Der Körper war damit über die Stunden und bei den Temperaturen bestens versorgt. Vor allem der Super Drink von Squeezy gibt dem Körper all das zurück was er gerade und vor allem bei starker Hitze verliert. Da muss nicht noch Salz oder sonstiges extra zugemischt werden wie es bei vielen andern Sport Getränken nötig ist. Ein Getränk und alles ist drinnen.

Schaut einfach mal auf der Seite von Squeezy vorbei. Hier gibt es auch neben der Sporternährung viele weitere Tipps rund ums Training. Neu ist jetzt die Serie „Das muss mal gesagt werden“.  

Gruß Stefan

Was war der Samstag wieder für ein schöner Tag. Nach sehr wenig Schlaf schmeißt der Wecker mich um 4 Uhr aus dem Bett. Käffchen etc., was man eben morgens so macht, einiges an Geschirr und Standpumpe ins Auto, ab in die Baßgeige zum Startpunkt der RTF Oberharzer Adlerrunde.

IMG_9205Reges Treiben Frühs um diese Zeit aber egal in welches Gesicht du schaust, jeder lächelt. Da meine Truppe die Verpflegung in Clausthal macht haben wir eigentlich immer das meiste einzupacken. Bei unserer Verpflegung kommt jede Strecke vorbei und der Durst / Hunger ist immer groß. Die Leute leisten ja auch richtig was, vor allem die Langdistanzen verlangen den Fahrern und Fahrerinnen alles ab.

Mein Auto bis unters Dach vollgepackt hieß es nun noch Parkplatzeinweiser. In der Zeit wurden die anderen Autos beladen. Auch hier nur entspannte Gesichter von Teilnehmern die aus den Zelten krabbeln, gerade ankommen oder schon kpl. fertig sind, weil sie es nicht abwarten können zu starten. Ein längerer Plausch mit Marco ist immer entspannend, der war auch angereist um eine Gruppe der 150km Fahrer zu führen.

IMG_9326Pünktlich um 7.00 Uhr ging es dann hoch nach Clausthal wo es dann wieder hieß, gemeinsam schaffen wir das. Da unsere Verpflegung eben die größte ist, sind wir dort oben mittlerweile 10 Helfer unter anderem auch die Männer vom THW. Vom THW bekommen wir dort immer die Halle zur Bewirtung der Fahrer. Hier war dieses Mal sogar ein qualifizierter und zertifizierte Butter aufs Brot Streicher dabei. Immerhin ein Lehrberuf über 3,5 Jahre. :-) Alle fassen gemeinsam mit an und da wir mittlerweile ein eingespieltes Team sind, geht alles immer recht fix.

Wir hatten sogar erstmals 3 Apfelstecher zur Hand. Insider mit lieben Gruß an Anja. :-) :-) :-)

8.30 Uhr waren alle Tische reichlich gedeckt, Getränke fertig an gemischt, alles sortiert, der Tag konnte beginnen. Ab 9.30 Uhr kommen die ersten Fahrer und Fahrerinnen und dann geht es eigentlich dauerhaft Schlag auf Schlag. Karten knipsen, Getränke mischen, Getränke auffüllen, Kaffee kochen, Melonen, Waffeln, Kuchen schneiden, Brote schmieren und belegen, Gels bereitlegen, Gummibärchen, und und und, eigentlich ein halbes Schlaraffenland was wir dort oben auftischen. Die positiven Rückmeldungen der Teilnehmer sind aber immer das größte und schönste für uns denn das ist eben auch der Grund warum wir das machen. Die Teilnehmer sollen auf der Strecke Spaß haben und sich an den verpflegungsstellen wohl fühlen.

IMG_9352 Der eine kennt den Fahrer, der andere wieder einen anderen Fahrer. So kommen neben der ganzen Arbeit auch immer wieder schöne Gespräche zu Stande und da nicht alle Fahrer hoch ambitioniert durchziehen, kehren einige auch immer richtig ein und machen auch eine größere Pause. Frank Eggert gibt es teils in mehrfacher Ausführung. :-) Ich freu mich immer riesig, wenn ich bekannte Gesichter, Freunde, Kumpels und Teammitglieder sehe.

IMG_9356 Die letzten 4 Fahrer auf der 215km sind gegen 16.30 am eintrudeln und auch diese werden noch vernünftig bewirtet und mit einem Lächeln und netten Worten empfangen. Jetzt heißt es einpacken, aufräumen und alles sauber hinterlassen. Danke an den THW, ihr wart ebenso klasse wie das restliche Team welches ich in diesem Jahr dort oben hatte. Mir macht es mit euch so viel spaß, 2017 werde ich dann wohl auch wieder die Verpflegung leiten anstelle auf dem Bike mitzufahren.

Runter nach Goslar, Autos auspacken und dabei in viele geschaffte und glückliche Gesichter schauen. Sehr viele Fahrer lassen den späten Nachmittag immer noch gemütlich ausklingen um sich von den Strapazen der strecken zu erholen. Hier wird im Mittelgebirge gefahren, einfach ist was anderes. :-)

Danke an die Goslarer Adler und alle Teilnehmer, durch euch ist solch ein Tag immer ein perfektes Komplettpaket.

Bilder findet ihr hier bei Dropbox. RTF Oberharzer Adlerrunde 2016/Dropbox

Gruß euer Stefan

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