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Lange her

Ich wollt mich ja nun schon immer mal von Hannes Schinden lassen und er hat es sogar hinbekommen. AUTSCHEN.

IMAG1561 (FILEminimizer)Freitag ging es erstmal zu meinem NEVER GIVE UP FRIEND Matthias, dazu gehört natürlich auch die Bine. Sohneman Lenny war auch an diesem Wochenende da und so begann ein schönes Wochenende am Rhein. Da war der Begriff Schinden eigentlich nur irgendwo im Hinterkopf vorhanden. Hier muss ich natürlich gleich mal festhalten, der Matthias ist an der späteren Schinderei durch Hannes schuld. :-) Freitag einen schönen Abend verbracht ging es Samstag Vormittag für ein Stündchen los die Beine vorbelasten. Mit Lenny zu dritt dann los, boha watt is dat schön da am Rhein. Jaaaaa wir haben es im Harz auch schön aber da ist halt schön mit viel Wasser. :-) Sozusagen anders schön. :-)

Wieder zurück von schöner Runde hieß es fertigmachen und dem Hannes mal ein wenig näher kommen. Ab nach Emmelshausen Startunterlagen abholen und Sonja und Peter treffen die am Samstag Vormittag dort angereist waren. So schön, wenn einige zusammen sich zum Rennen treffen, bzw. an diesem Wochenende zum Schinden. Hmmmmm, irgendwie ist es ja immer eine Schinderei aber da ist halt der Hannes nicht mit am Hinterrad. Gemütlichen Nachmittag zusammen verbracht ging es wieder zurück in Richtung Remagen mit einem schönen Abendessen am Rhein, der mit schön viel Wasser. Remagen und Umgebung ist im Übrigen der Telekom oder auch sonstigen Anbietern völlig fremd. Mich wundert es, das es dort überhaupt Festnetz gibt. Ich glaube in Timbuktu sind sie da schon eine ecke weiter mit Internet. Strom hammse da aber schon seit einigen Jahren. :-)
IMAG1566 (FILEminimizer)Das mit dem genannten Strom gefüllte Handy hat uns dann am Sonntag auch schon um kurz nach 5 aus dem Bett geschmissen. Wochenende und nix mit ausschlafen. Fertig gemacht und ab ein paar Häuser weiter zu Familie Schmidt. Man was hat sich die Bine wieder für mühe gegeben und das um diese Uhrzeit. Wie am Samstag schon hat uns wieder ein mega frühstück erwartet. Dabei hatte ich extra gesagt, Bine soll sich da morgens keinen großen Aufriss machen wir sind ja pflegeleicht. Hmmm, ich muss mir mal Gedanken machen, irgendwie hören die Frauen nicht auf den Stefan. Das kenn ich ja schon von meinen beiden liebsten. ;-)
Hannes ist aus der letzten ecke im Kopf nun langsam nach vorne gekommen und schon waren wir in Emmelshausen. Mit Matthias fertigmachen, warmfahren und ab in die Startaufstellung. Peter war schon vor Ort und hat uns ein wenig platzt frei gehalten. Auf dem Weg dorthin hatte ich kurz noch Sonja gesehen, gerufen, aber eine weitere Frau, die nicht auf mich hört. :-) Sonja hatte eine Stunde später Start auf der Halbmarathon Strecke.

Peng, Startschuss und das Schinden kann beginnen. Auf der Einführungsrunde mal ein wenig rechts und links geschaut aber einen Hannes habe ich noch nicht gesehen. Gut so, die Beine sollten gute Arbeit machen. Lange hat es dann aber nicht gedauert und es kam der erste Wiesenabschnitt und zack da war er der Hannes. Hannes wusste ich hasse Wiese und aus diesem Grunde hat er auf den 100km jede menge von solchen abschnitten eingebaut. Ich werde niemals einen Freund haben der Hannes heißt. Was war ich happy, die Beine richtig gut und ab und zu habe ich auch mal die Trikots von Peter und Matthias gesehen. Wie immer zwar nur von hinten aber ich bin jetzt langsam an der Leistung, dass ich sie auch zwischendurch sehe und nicht nur am Start.
schinder_stefan1Wenn es dann gut läuft, muss ja auch irgendetwas nicht laufen. Irgendwo Kilometer 40 in einer tollen Gruppe, der Erste fährt falsch und was machen die 9 DÄMELS dahinter, jo sie fahren hinterher. :-( Irgendwann dachte ich mir, hmmmmm, kein rotes Band mehr an den Bäumen zu sehen und einmal laut gepfiffen. Jungs wir sind falsch. Gut, das mein Trikot ein wenig auf war, meine Halsschlagader schwoll ganz schön an. So schön dieses Stück bergab auch war, es musste ja auch wieder hoch. Nicht schiebend sondern das Rad auf der Schulter tragend. Bekannter weise mit meinen kaputten Beinen der absolute graus für mich. Bei der Kehrtwende zu Fuß noch an Dritter stelle kam ich oben als letzter an der Kuppe an. Als aller aller letzter denn als die anderen schon auf ihren Bikes saßen musste ich erst noch kurz meine Beine sortieren. Wech waren se. An der besagten Abzweigung angekommen kam mir so in den Kopf wie blind ist der Typ eigentlich gewesen, das nicht zu sehen. Aber wie blöd muss man wiederum sein, hinterher zu fahren.
Trail runter und an jede Menge Fahrern vorbei die ich vorher schon überholt hatte. Einer fragte ganz nett, wo ich denn war, ich bin doch vorhin schon an ihm vorbei. Sorry hier an dieser Stelle für meine nicht ganz so freundliche Antwort.
Mit Frust in die Pedale getreten habe ich dann auch nach und nach die 9 Mann aus der Verfahrer Truppe eingeholt. Dann kam er, ja genau er, der blinde Zugführer dem alle vertraut haben. Als ich neben ihm bin, konnte ich gerade so rausbringen,“ ich habe gerade nicht die nötige Luft um etwas zu sagen“ und ich hätte sooooo gern etwas gesagt. Ich bin mir jetzt im Nachhinein absolut sicher, der Kerl hieß bestimmt auch Hannes mit Vornamen, anders kann ich mir das nicht vorstellen.
Ab dem Verfahrer auf der Strecke wurde ich jedenfalls nicht einmal überholt aber habe jede Menge Fahrer einkassiert. Wenigstens etwas Beruhigendes.
Schwub umme Ecke standen auch schon Lisa und Bine da zum Flaschen reichen. Bis dato hatte ich nicht auf die Kilometer schauen wollen denn alle paar Kilometer kamen von Hannes diese schönen Wiesenabschnitte mit der Angabe hier sollst du dich SCHINDEN. Und was haben die geschunden, meine Bandscheibe ist immer noch ganz durcheinander. Jedenfalls war ich Baff, unsere Damen am Rande waren also 70km durch. Lisa sagte mir noch kurz vor 8 min sind die anderen durch. Wieder Baff, hätte ja heute mal was werden können aber nun egal nicht zu ändern.
IMG-20140518-WA0001Hannes, also nicht der vorhin Genannte auf dem Bike, sondern der mit Nachnamen SCHINDER hat es aber auch gut mit uns gemeint. Mega schöne und flowige Trails hat er natürlich auch eingebaut, was einem zwischendurch immer wieder ein Grinsen ins Gesicht brachte. Aber Hannes, das letzte Brett hätte nicht mehr unbedingt sein müssen. Ich wusste es kommen noch ein paar Höhenmeter und die letzte Rampe noch hoch habe ich fast meinen Vorbau geknutscht.
Letzte runde um die Wiese der 1000 Flüche und ab ins Ziel. Wenn diese Wiese den Namen 1000 Flüche hat, wie nennt ihr in Emmelshausen dann eigentlich diese Wiesen-Wurzelteppiche, das würde mich mal brennend interessieren. ;-)
Da die Beine richtig gute Arbeit geleistet haben, bin ich im Nachhinein über das Verfahren nicht mehr ganz so enttäuscht. Die für mich wichtigen Rennen kommen noch und so kann ich hier mit dem 18 Platz AK sehr gut leben.
AAAAAAber ich muss hier fairerweise anmerken, Hannes, also der mit dem Bike kam ca. 20 min. nach mir ins Ziel und hat sich dann noch mal entschuldigt. Ich habe ihm dann noch kurz eine Brille von Swiss Eye empfohlen, sollte bei den nächsten Rennen helfen.
Auf jedenfall ein absolut zu empfehlendes Rennen mit perfekter Organisation, tollen Helfern und einem bombastischen Waschsalon. Da können sich einige Veranstalter mal zwei bis drei scheiben abschneiden.

Tolle Teampräsents mit gutem Ergebnis. Lenny nicht zu vergessen der mit seinen 14 Jahren auf der Fun-Strecke an den Start ging anstelle beim Kinderrennen. Auf der 27 km runde mit 500hm wurde er 13 AK. Klasse Lenny, weiter so.

Nächstes Rennen dann Kaufhaus Rid 12h MTB Weltmeisterschaft mit Monika im 2er Mixed.

Bis denn dann.
Stefan

2 Antworten auf Schinder(hannes) MTB Marathon

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